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Kostenanstieg bei Krankenhäusern

29.10.2007, Hospitäler in Andernach wollen aber nicht bei Personal sparen

Alarmierend sind die Ergebnisse des Krankenhaus-Barometers 2007: Fast die Hälfte der Kliniken rechnet nach dieser Studie des Deutschen Krankenhaus-Institutes mit einer Verschärfung ihrer wirtschaftlichen Situation im kommenden Jahr. Weitere Entlassungen drohen – auch in Andernach? Die Rhein-Zeitung hat nachgefragt.

Kostendruck ist für das Andernacher Stiftshospital nichts Neues, wie dessen Geschäftsführer Dr. Horst Ludes im Gespräch mit der RZ sagt. Doch so heftig wie in diesem Jahr sei die Situation noch nicht gewesen, was auch Auswirkungen auf die Folgejahre mit sich bringe. So sieht sich das Krankenhaus 2007 einer Mehrbelastung in Höhe von rd. 914.000 Euro ausgesetzt. Dennoch rechnet Ludes fest damit, in diesem und auch im nächsten Jahr keine roten Zahlen zu schreiben.

Statt bei den Personal- soll bei den Sachkosten gespart werden. So ist die Klinik beispielsweise einer Einkaufsgemeinschaft und auch einem „Strompool“ angeschlossen. In keinem Fall sei geplant, Bereiche anzutasten, von denen Patienten betroffen sind, so Ludes  Der Geschäftsführer gibt zu Bedenken, dass die Möglichkeiten des Hauses, die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses zu optimieren, nicht mehr so groß sei wie noch vor einigen Jahren. „schließlich haben wir schon alles ausgeschöpft, was möglich ist“, erklärt Ludes.

Einen immensen Kostenanstieg registriert auch die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach. Nach Auskunft von Verwaltungsdirektor Werner Schmitt werden sie im kommenden Jahr gegenüber diesem voraussichtlich um eine Million Euro steigen. Um rund 700.000 Euro sind die Kosten bereits von 2006 auf 2007 geklettert. Dennoch will auch die Rhein-Mosel-Fachklinik den Rotstift nur bei Sachkosten, aber nicht beim Personal ansetzen. Auch soll weiterhin auf Ausgliederungen von Abteilungen oder Leistungen und zudem auf Entlassungen verzichtet werden. Die Klinik hält auch an der Krankenpflegeschule fest.

Dennoch: „Die Kostensituation wird anstrengend bleiben. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Zahl der Kooperationen und Gemeinschaften von Kliniken weiter zunehmen wird“, sagt Werner Schmitt. Das schließt er auch für die Rhein-Mosel-Fachklinik nicht aus.

Rhein-Zeitung, 29. Oktober 2007

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