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Modernes Dienstleistungsunternehmen mit vielfältigen Leistungsangeboten

14.03.2007, Geschäftsführer Norbert Finke begrüßte bei der Festveranstaltung auch Staatsministerin Malu Dreyer / Lob an Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Das Landeskrankenhaus sei vor zehn Jahren unter der Prämisse gestartet, sagte Geschäftsführer Norbert Finke anlässlich der Festveranstaltung am vergangenen Freitag vor zahlreichen geladenen Gästen, „dass der vorhandene Veränderungsdruck Chancen eröffnet“. Heute sieht sich die Einrichtung als „ein fester Bestandteil im Gesundheits- und Sozialwesen in Rheinland-Pfalz“.

Das Land verfolgte 1997 mit seiner Verwaltungsmodernisierung die Zielsetzung, die bis dahin rechtlich unselbständigen Landesbetriebe den heutigen Anforderungen an eine moderne Gesundheitsverwaltung anzupassen und damit Wettbewerbsfähigkeit zu erzeugen, begründete Norbert Finke den Start der Umwandlung in eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Durch den Rechtsformwechsel seien die Bindungen an verwaltungsspezifische Vorschriften und behördliche Entscheidungsvorbehalte entfallen. „Entstanden ist ein eigenverantwortliches Trägerunternehmen im Gesundheitswesen, das organisatorisch, personell und finanziell eigenständig arbeiten kann.“ Ohne diesen Schritt, wurde prophezeit, hätten die Einrichtungen „aller Voraussicht nach eine äußerst schwierige und ungewisse Zukunft vor sich gehabt“.

Zwei Maximen wurden zu Grunde gelegt: Einerseits sollte die wirtschaftliche Konsolidierung erreicht werden. Andererseits sollte das Landeskrankenhaus und seine Einrichtungen zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen mit vielfältigen Leistungsangeboten entwickelt werden. Und schon 1997 sei es gelungen, so Geschäftsführer Finke, „deutliche substanzielle Verbesserungen zu erzielen“.

Das bestehende Defizit konnte bis zum Ende des Jahres ausgeglichen und eine wirtschaftliche Konsolidierung erreicht werden. Dazu diente auch der Aufbau üblicher betriebswirtschaftlicher Instrumente wie Controlling, regelmäßiges monatliches Berichtswesen, Ertrags-, Kosten- und Ergebnistransparenz sowie differenzierte Zielplanungen hatten oberste Priorität.

Ebenso konnten, sagte Finke, wichtige Akzente zur fachlich-inhaltlichen Weiterentwicklung der Leistungs-angebote der Einrichtungen „im Einklang mit dem Psychiatrie-Reform-Prozess in Rheinland-Pfalz sowie auch mit bestehenden Angeboten anderer Träger gesetzt“ werden. Als Stichwort sei hier etwa die Gemeindenahe Psychiatrie genannt.

Die Erfahrungen der ersten Jahre waren offensichtlich so gut, dass die Landesregierung schließlich drei weitere Betriebe unter der Trägerschaft des Landeskrankenhauses (AöR) zusammenfasste – andere folgten. 1997 waren im Landeskrankenhaus rd. 1.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, heute sind es rd.2.500. Das Umsatzvolumen im Landeskrankenhaus hat sich von rd. 80 Mio. Euro im Jahr 1997 auf heute rd. 126. Mio. Euro entwickelt. Die Regelauslastung über alle Einrichtungen hinweg liegt aktuell bei 93%.

Unter den Mitarbeitern sei der Rechtsformwechsel zunächst kontrovers diskutiert worden, sagte Norbert Finke. Diese Erfahrung machten zwischenzeitlich auch andere Bundesländer. Die Identifikation der Mitarbeiter sollte sich mit der Kommunikation eines klaren Ziels und dem Weg dorthin ändern, so die Geschäftsleitung. „Aus der bestehenden Aufgabenvielfalt und dem damit verbundenen Rollenpluralismus innerhalb der komplexen Krankenhausstrukturen in den einzelnen Einrichtungen galt es, eine gemeinsame Unternehmenskultur zu entwickeln“.

So entstand das Leitbild „Kompetenz schafft Vertrauen“ als erster Baustein zur Erreichung dieses Zieles. Auf dieser Grundlage wurden schließlich weitere Leitlinien entwickelt, das Landeskrankenhaus förderte die kontinuierliche Weiterqualifizierung der Mitarbeiterschaft. Norbert Finke: „Wenn im Krankenhausbetrieb nicht der Patient, sondern die Disposition der zu erbringenden Behandlungsleistungen die variable Größe darstellt, so dient dies gleichermaßen der Identifizierung von Wirtschaftlichkeitsreserven als auch einer verbesserten Behandlung im Interesse der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten“.

Malu Dreyer, rheinland-pfälzische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, hob die Verdienste des Landeskrankenhauses bei der Umsetzung der Psychiatrie-Reform hervor. Gleichzeitig seien aber auch Alternativen entwickelt worden. Dafür dankte sie „auch im Namen der betroffenen Menschen“. Sie weiß um die fachlichen und qualitativen Verbesserungen im Landeskrankenhaus mit der einhergehenden wirtschaftlichen Konsolidierung. Dafür dankte sie besonders dem Geschäftsführer Norbert Finke und den weiteren Mitgliedern der Geschäftsführung. Zusammen mit dem Aufsichtsrat seien sie „immer ein gutes Team“ gewesen.

Grundsätzlich bleibt es, so Malu Dreyer, eine „Herausforderung, auf dem Gesundheitsmarkt zu bestehen“. Doch im Landeskrankenhaus seien gute Voraussetzungen dafür geschaffen worden.

Andernacher Stadtzeitung, 14. März 2007

Norbert Finke, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (AöR) konnte zahlreiche Gäste zur Festveranstaltung begrüßen.
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