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Bessere Hilfe bei Schlaganfall

20.07.2005, Rhein-Mosel-Fachklinik und Stiftshospital haben eine Kooperation beschlossen – Kompetenzen beider Häuser gebündelt

Mehr als 15.000 Menschen erleiden jährlich in Rheinland-Pfalz einen Schlaganfall. Eine optimale und schnelle Behandlung kann die Patienten vor Tod oder bleibenden Schäden bewahren. Um die Versorgung der Menschen im Raum Andernach zu verbessern, haben die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach und das St. Nikolaus-Stiftshospital eine Kooperation beschlossen. Die Häuser bilden gemeinsam eine „regionale Schlaganfalleinheit“. Dafür wurden jetzt die Verträge unterzeichnet.

Die ersten drei Stunden nach einem Schlaganfall sind entscheidend für die Heilungschancen der Patienten. „Time is brain“ (Zeit ist Gehirn) erklärte so auch Dr. Fritz Hilgenstock, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie der Rhein-Mosel-Fachklinik während der Vertragsunterzeichnung zur Kooperation seiner Klinik mit dem Andernacher Krankenhaus. Deshalb sei es außerordentlich wichtig, dass sich Patienten sofort kompetent behandeln lassen.

Um eine solche kompetente Behandlung zu gewährleisten, betreiben die beiden Krankenhäuser eine regionale Schlaganfalleinheit. Beide Häuser haben hier ihre Stärken gebündelt. Die Rhein-Mosel-Fachklinik betreibt die Schlaganfalleinheit mit vier Plätzen und übernimmt primär die Diagnostik und Behandlung der Patienten. Da ein Schlaganfall zu einem Drittel vom Herzen ausgehe, wie Dr. Heinrich Degen, Oberarzt der Abteilung Innere Medizin am Stiftshospital erklärte, seien sehr oft die Kardiologen gefragt. Hier biete das Stiftshospital die entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen.

Auch Schlaganfallpatienten, die zusätzlich einen Herzinfarkt, Kreislaufprobleme oder Atmungsschwierigkeiten haben, würden im Stiftshospital versorgt. Unterstützung gibt es von den Neurologen der Rhein-Mosel-Fachklinik. Die Mediziner erklärten, dass ein Schlaganfall sehr oft ein überlappendes Krankheitsbild aufweise. Umso wichtiger sei es, dass Internisten und Neurologen zusammenwirkten. Die Schlaganfalleinheit steht mit entsprechendem Personal und Geräten 24 Stunden bereit.

Eine große Bedeutung haben die Rettungsdienste. Die gut ausgebildeten Rettungskräfte könnten oft schon während der Fahrt in die Klinik erkennen, ob ein Schlaganfallpatient zunächst internistisch oder sofort neurologisch behandelt werden müsse. „Deshalb ist es wichtig, dass sich Patienten sofort bei uns melden, damit sie ohne Zeitverzögerung in die entsprechende Klinik kommen“, sagte Bernhard Schneider, Kreisgeschäftsführer des Mayen-Koblenzer DRK-Rettungsdienstes. Unter der Rufnummer 19 222 erreiche man sofort den Rettungsdienst.

Professor Peter Bülau von der Deutschen Schlaganfallhilfe betonte, dass das Konzept der Schlaganfalleinheit auch im Ausland kopiert würde. Anschließend unterzeichneten die Geschäftsführer beider Häuser, Norbert Finke (Landeskrankenhaus als Träger der RMF) und Dr. Horst Ludes (St. Nikolaus-Stiftshospital) den Vertrag.

Rhein-Zeitung, 20. Juli 2005

Dr. Horst Ludes (li.), Geschäftsführer St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, und Norbert Finke (re.), Geschäftsführer Landeskrankenhaus (AöR) als Träger der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.
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