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Das Ende der Landesnervenklinik

29.01.1997, Umbenennung in Rhein-Mosel-Fachklinik

Im Zeichen der Umstrukturierung der rheinland-pfälzischen Sozialverwaltung, traten mit dem Beginn des neuen Jahres Reformen an der psychiatrischen Fachklinik in Andernach in Kraft. Die „Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, Zentrum für Psychiatrie und Neurologie“ ist nun mit den vorher eigenständigen Kliniken Alzey und Meisenheim zu einem Landeskrankenhaus zusammengefasst. Neben der Vereinfachung der Verwaltung bedeutet diese Neuordnung, dass die neue Institution gemäß dem Errichtungsgesetz für Landeskrankenhäuser eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist.

Zusammenschluss der Kliniken Andernach, Alzey und Meisenheim

Der Sitz der Geschäftsführer ist in Andernach und der neue Geschäftsführer, der 41-jährige Betriebswirt Norbert Finke, trat seine Posten an der LNK schon im Oktober letzten Jahres an, um die Geschäfte schon im Prozess der Zusammenführung der Kliniken zu leiten.

In den sieben vorhergegangenen Jahren war dieser beim KfH Kuratorium in Neu-Isenburg beschäftigt, wo er zuletzt als Hauptabteilungsleiter für Finanzen und Controlling und als Mitglied der Geschäftsführung arbeitete. Er knüpfte Kontakte zu Behörden und Versicherungen und war verantwortlich für die Vertrags- und Preisverhandlungen mit den Krankenkassen. Alles Erfahrungen, die ihn für die Mitgestaltung der neuen Landesklinik prädestiniert erscheinen lassen. Im Januar wurde Norbert Finke dann auch durch Gesundheitsminister Florian Gerster offiziell in sein Amt an der Landesklinik eingeführt.

Die Rhein-Mosel-Fachklinik bietet auch weiterhin die gewohnten Leistungen in psychiatrischer Behandlung und Rehabilitation, und im Rahmen der Reform der Psychiatrie im Land Rheinland-Pfalz werden zusätzliche Hilfsformen erprobt.

Erweiterte Formen der „ambulanten“ Betreuung

Unter anderem werden die Betreuung von Patienten in Tageskliniken und durch betreutes Wohnen gefördert, die den Abstand vom Alltagsleben verringern halfen. Ebenso arbeite man an tagesstrukturierenden Einrichtungen und geschützten Werkstätten. Norbert Finke gibt sich zuversichtlich, dass sich „auch nach Rechtsform- und Namenswechsel … eine qualitativ hoch stehende und medizinisch leistungsgerechte Versorgung der Patienten“ erreichen lässt.

Durch die Änderung der Rechtsform bietet sich dem Landeskrankenhaus die Chance, weiterhin wirtschaftlich erfolgreich geführt, seine psychiatrischen und medizinischen Dienstleistungen anzubieten – was im Zeichen der momentanen finanziellen Misere im Gesundheitswesen sehr positiv für die Versorgung der Patienten im Raum Andernach zu bewerten ist.

Andernacher Stadtzeitung, 29. Januar 1997

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