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Schnelle Hilfe bei Infarkten

05.10.2006, Schlaganfalleinheit zieht positive Bilanz

Vor anderthalb Jahren haben die Rhein-Mosel-Fachklinik und das Stiftshospital eine Kooperation gegründet, um bei Schlaganfällen schneller und gezielter zu helfen als das bisher der Fall war. Denn bei Infarkten kommt es auf jede Minute an. Jetzt wurde die Kooperation der Häuser vertieft.

In diesem Jahr konnte die regionale Schlaganfalleinheit, eine Kooperation zwischen der Rhein-Mosel-Fachklinik und dem Stiftshospital, insgesamt schon mehr als 350 Patienten erfolgreich behandeln. Ein Grund dafür ist unter anderem, dass Rettungseinrichtungen und Hausärzte Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall direkt in eines der beiden Häuser einweisen, ohne dass wertvolle Minuten vergehen. Das wurde u.a. während des zweiten gemeinsamen Symposiums „Schlaganfall aktuell“ deutlich, in dessen Rahmen die beiden Krankenhäuser ihre Zusammenarbeit vertiefen und Kollegen informieren konnten.

„Die Rettungsinstitutionen sind inzwischen gut eingespielt und auch die niedergelassenen Kollegen wissen, wo der Patient einzuweisen ist.“ Professor Armin Steinmetz zieht eine positive Bilanz aus der Zusammenarbeit. Gerade die frühzeitige Erkennung der Quelle des Infarktes, sagt der Chefarzt am Stiftshospital, sei für eine erfolgreiche Therapie äußerst wichtig.

„Der Schlaganfall ist ein Notfall. Die ersten drei Stunden nach einem Schlaganfall sind für die Behandlung entscheidend“, warnt Dr. Christian Bamberg, Chefarzt der Neurologie in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach. Denn dann greift die sog. „Lyse-Behandlung“, bei der ein das Blutgerinsel lösendes Medikament eingesetzt werden kann. Je früher eingegriffen werde, desto eher bildeten sich Lähmungen und Störungen zurück.

Das Symposium in der Rhein-Mosel-Fachklinik informierte über neue Behandlungsmethoden bei Blutungen im Gehirn, die ungefähr zehn Prozent der Schlaganfälle verursachen. Hierfür sind beispielsweise Erweiterungen der Schlagadern im Gehirn verantwortlich. Außerdem widmet sich ein Vortrag der Herzinnenhautentzündung (Endokarditis), bei der Blutgerinsel vom Herzen ins Gehirn geschwemmt werden können.

Rhein-Zeitung, 5. Oktober 2006

Dr. Christian Bamberg, Chefarzt der Abteilung Neurologie und Klinische Neurophysiologie, begrüßt die Teilnehmer des Symposiums 'Schlaganfall Aktuell' in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach.
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