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Fachklinik stellte sich vor

08.09.2006, Psychische Erkrankungen nehmen zu – Veranstaltung in Westerburg erläuterte „Hilfen für die Seele“

Bei einer Informationsveranstaltung im Pfarrer-Ninck-Haus Westerburg stellten der Ärztliche Direktor, ein Arzt und eine Psychologin die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach vor. Das Motto hieß: „Wenn die Seele Hilfe braucht“.

„Wir werden zunehmend zur Reparaturwerkstatt der Gesellschaft“, stellte Dr. Stefan Elsner, Ärztlicher Direktor der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, bei einer Informationsveranstaltung in Westerburg fest. Eindeutig würden psychische Erkrankungen zunehmen: Süchte, Depressionen aller Art sowie Demenzen, was unter anderem mit sich verändernden Altersstrukturen zusammenhänge. Und viele Menschen hätten (noch immer) die Vorstellung, dass die einstige „Landesnervenklinik“ einfach ein „Grauen erregender Ort“ sei.

Wie die Fachklinik, die sich in einem ständigen Entwicklungsprozess befinde, tatsächlich strukturiert ist, wie sie arbeitet und welche „Hilfen für die Seele“ sie anbietet: Genau das war Thema der Veranstaltung, zu welcher die Kontakt- und Informationsstelle des Diakonischen Werkes im Westerwaldkreis eingeladen hatte.

Gemeinsam mit Dr. Albrecht Quast, leitender Arzt der Abteilung Sucht und Sozialpsychiatrie, sowie Psychologin Irmgard Schreiber, Abteilung Gerontopsychiatrie, stellte der Klinikdirektor die Bereiche der Einrichtung vor. Die rd. 50 Zuhörer – Betroffene, Angehörige, Fachkräfte, Mitarbeiter in Betreuungsdiensten – erfuhren dabei auch, welche Behandlungsangebote in der Entgiftung und welche Therapiemöglichkeiten die Abteilung Sucht und Sozialpsychiatrie bereit hält. „Bei uns fängt das Alter mit 60 Jahren an“, sagte die Psychologin, die vor allem die Diagnostik und Behandlung bei Alzheimer-Demenz erläuterte.

Dann gingen die Experten auf Fragen ein, etwas welche Alternativen es zur Fixierung von Patienten gibt (die zum eigenen Schutz oder zur Sicherheit anderer Menschen ans Bett gebunden werden müssen, warum nach einem Entzug oft viel zu viel Zeit vergeht, bis ein Therapieplatz gefunden wird („Schuld sind unterschiedliche Kostenträger“, erläuterte Dr. Quast) oder zur Demenz-Diagnostik.

Abschließend wies Dr. Elsner auf Zukunftsprojekte hin: „Wir wollen ein Angebot von ambulanter psychiatrischer Pflege schaffen und eine gerontopsychiatrische Tagesklinik aufbauen.“

Rhein-Zeitung, 8. September 2006

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