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Hoch und Nahles legen Nachtschicht ein

15.02.2006, Informationsbesuch in der Rhein-Mosel-Fachklinik

Einsatz von acht bis acht hieß es für den Landtagskandidaten Clemens Hoch und sein junges Team. Mit prominenter Unterstützung durch die Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles tourte Hoch durch den Wahlkreis 11 Andernach / Mendig. Mit „Nachtarbeitern über ihre Arbeitssituation sprechen“, das hatte Clemens Hoch sich vorgenommen. Ihre Stationen u.a.: die Rhein-Mosel-Fachklinik, das Saffiger Brüderkrankenhaus, die Suchtklinik am Riedener Waldsee, die DRK-Rettungswache in Andernach, das Mendiger Marienstift und das Seniorenheim Maria vom Siege in Plaidt.

„Gerade in diesen Einrichtungen, wo die meisten Mitarbeiter nachts allein für alte und kranke Menschen im Einsatz sind, tragen Nachtschichtler eine Menge Verantwortung und schultern eine enorme Arbeitsbelastung“, resümierte Hoch nach der zwölf-Stunden-Schicht. „Gerade Berufe mit Nachtdiensten erfordern ein hohes Maß an Flexibilität, Mobilität und die Bereitschaft, gegen die eigene innere Uhr zu arbeiten“, erklärte Hoch, der den Nachtschichtlern als kleines Dankeschön fair-gehandelten „Mittelrhein-Kaffee“ aus dem Eine-Welt-Laden überreichte. Die Nachtschichtler wiederum gaben Clemens Hoch ein dickes Paket Informationen mit.

.....  Die Rhein-Mosel-Fachklinik versorgt alle psychisch Erkrankten und Schlaganfallpatienten der Kreise Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz. Damit ist sie zuständig für die Akutversorgung von 590.000 Menschen. Der Ärztliche Direktor Dr. Stefan Elsner, der Stv. Verwaltungsdirektor Jörn Klaassen, Pflegedirektorin Rita Lorse und Pressereferent Wolfgang Willenberg empfingen die Nachtschichtler.

Die Rhein-Mosel-Fachklinik betreut bis zu 300 Patienten in der klinischen Psychiatrie. Im Heimbereich stehen 220 Plätze zur Verfügung. Hinzu kommt die Klinik Nette-Gut für Forensische Psychiatrie bei Weißenthurm. Dort, so Elsner, sind umfangreiche Umbau und Sanierungsarbeiten geplant. Stefan Elsner diskutierte mit Clemens Hoch und Sozialpolitikerin Andrea Nahles die Entwicklung im Bereich psychischer Erkrankungen.

Insgesamt, so Elsner, sei ein beunruhigender Anstieg der Depressions- und Suchterkrankungen zu verzeichnen. Auch Angststörungen würden zunehmend behandelt, während zum Beispiel die Zahl der wegen Schizophrenie behandelten stagniere. Als Ursache für diese Entwicklung nannte Elsner unter anderem den steigenden Leistungsdruck auf dem Arbeitsmarkt, die zunehmende Angst vor Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit selber. Das sei die umgekehrte Medaille der Statistik, die den Krankenstand in Deutschland derzeit auf historisch niedrigem Niveau registriert. Hinzu komme, dass psychisch Kranke ohnehin Schwierigkeiten hätten, einen Job zu finden.

Zum Abschluss des Besuches führten die Mitarbeiter Hoch und Nahles über die Entgiftungsstation der Klinik und die neu eingerichtete Schlaganfall-Intensivstation. „Ich habe großen Respekt vor der Belastung der Menschen, die hier arbeiten, sowohl im Tag- als auch im Nachtdienst“, erklärte Hoch zum Ende des Besuches sichtlich beeindruckt.

Andernacher Stadtzeitung, 15. Februar 2006

Auf der Station Haus am Rennweg 1 erläutert Dr. Stefan Elsner, Ärztlicher Direktor der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, MdB Andrea Nahles und Clemens Hoch das Behandlungsangebot der Suchtabteilung.
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