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Faktor Zeit spielt entscheidende Rolle

27.10.2005, Fachklinik registriert steigende Zahl von Schlaganfällen –Selbsteinweisung möglich

Die Schlaganfalleinheit der Rheinhessen-Fachklinik verfügt seit einiger Zeit über modernste Diagnose- und Behandlungstechnik. Der Ltd. Oberarzt der Abteilung, Dr. Günther Frey, erläuterte bei einem Besuch der AZ, worum es sich dabei handelt.

Die ältere Dame aus Bingen kann schon wieder lachen. Die 66-Jährige sitzt auf ihrem Bett in der Fachklinik, blättert in der Zeitung und macht einen rundum zufriedenen Eindruck. Sie hat einen Schlaganfall gut überstanden. „Mir geht es von Tag zu Tag besser“, erzählt sie, „ich kann wieder reden und auch die Bewegungen klappen wieder.“ Sie hat nicht nur Glück gehabt, ihr konnte auch schnell geholfen werden.

Der Faktor Zeit, betont der Ltd. Oberarzt der Alzeyer Schlaganfalleinheit, Dr. Günther Frey, spiele eine ganz entscheidende Rolle. Je schneller das Blutgerinsel im Gehirn, das den Schlaganfall verursacht, aufgelöst werden kann, desto günstiger sind die Heilungschancen und die Chance auf vollständige Genesung ohne Folgeschäden.

Die Schlaganfalleinheit an der Rheinhessen-Fachklinik Alzey gibt es seit 1999, und seit dieser Zeit ist ihr Einzugsbereich rasch gewachsen. Auch die Ausstattung der Abteilung wurde konsequent verbessert. „Wir verfügen nicht nur über moderne Kernspin- und Computertomographie“, sagt Dr. Günther Frey, „wir setzen sie – je nach Bedarf – auch am Wochenende ein.“ Nicht jede Klinik biete diesen Service.

In der Rheinhessen-Fachklinik gebe es zudem die Möglichkeit der Selbsteinweisung. „Besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall. Kann der Betroffene uns auch ohne ärztliche Überweisung direkt anrufen und sich selbst einweisen“, betont Dr. Frey.

Behandelt wird seit einiger Zeit mit einem neuen Medikament, das auch im Falle eines Herzinfarktes eingesetzt wird und das in der Lage ist, Blutpfropfen aufzulösen. Dank der Kombination von modernster Diagnostik und verabreichter Medizin ist ein Arzt heute in der Lage, wesentlich effektivere und bessere Heilungsergebnisse zu erzielen. Eine erfreuliche Tatsache, wenn man bedenkt, dass sich die Zahl der Schlaganfälle erhöht hat. Frey spricht von einer Verdopplung der Behandlungen in den vergangenen Jahren. Bedenklich in diesem Zusammenhang: Auch immer mehr junge Leute sind betroffen. „Im letzten Monat hatte ich zwei junge Frauen, eine von ihnen war Jahrgang 1967“, erinnert sich Frey.

Eine Aufklärung über die Symptome hält er deshalb noch immer für notwendig, auch wenn auf diesem Gebiet schon viel getan wurde – wie beim jüngsten Bürgerforum in der Sparkasse. „Treten Symptome wie einseitige Lähmungserscheinungen, Seh- und Gefühlsstörungen auf und stellt sich zudem Schwindel ein, kann ein Schlaganfall drohen“, erklärt der Arzt. Auf keinen Fall sollten diese Anzeichen unterschätzt werden.

Allgemeine Zeitung, 27. Oktober 2005

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