Zu den Inhalten springen

Navigation

Suche

twitter

Servicenavigation

Funktionen

| Schriftgröße
 

Presse Detailansicht

Tagesklinik ist ein Erfolgsmodell

28.07.2005, Vor 30 Jahren wurde die landesweit erste teilstationäre Einrichtung der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach eröffnet

Die Tagesklinik der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach feiert runden Geburtstag: 30 Jahre wird die Einrichtung dieser Tage alt. Dass es mit Hinblick auf den therapeutischen Fortschritt überwiegend gute Jahre waren, macht ein Blick in umliegende Städte wie Koblenz oder Mayen deutlich: Dort entstanden nach dem Vorbild des Andernacher Hauses ebenfalls teilstationäre Kliniken für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Von einer vollstationären Klinik unterscheidet sie sich schon allein dadurch, dass es für Patienten keine Zimmer mit Betten gibt. Mit einer ambulanten Therapieeinrichtung hat die Tagesklinik der Rhein-Mosel-Fachklinik aber auch wenig zu tun, da die in ihr zu behandelnden Menschen in der Regel früh morgens kommen und das Haus erst am späten Nachmittag wieder verlassen. „Unsere Einrichtung bewegt sich quasi an der Schnittstelle zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich“, sagt denn auch der Psychologe Armin Kabat, der zusammen mit einer Ärztin, zwei Pflegekräften, einem Sozialarbeiter und je einer Ergo- und Sporttherapeutin das therapeutische Team der Tagesklinik bildet.

Was das Haus leistet: „Durch die Aufnahme in die Tagesklinik können vollstationäre Behandlungen oftmals vermieden werden“, betont der Stv. Ärztliche Direktor der Rhein-Mosel-Fachklinik, Dr. Stefan Elsner. Bis zu 15 Patienten nimmt die in einer Villa im Grünen untergebrachte Klinik gleichzeitig auf. Kabat: „Die durchschnittliche Verweildauer in unserem Haus liegt bei etwa sechs Wochen. Ein Teil unserer Patienten kommt Monate oder Jahre später allerdings wieder.“ Erwachsene, die an Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen leiden oder eine psychische Erkrankung aufweisen, bilden das Gros der Patienten in der Einrichtung. Für Menschen mit Selbstmordabsichten, für Suchtkranke oder sog. „psychotisch Kranke“ ist die Tagesklinik indes keine Anlaufstation. Diese werden für gewöhnlich vollstationär betreut und behandelt.

Klinische Diagnostik, medikamentöse Behandlung, Gruppen- und Einzelgespräche, Entspannungsübungen, aber auch das (Wieder-) Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten sind nur einige der Säulen, auf die die Therapie in der Einrichtung heutzutage gründet. „Natürlich ist das Gesamtkonzept der Klinik nicht mehr dasselbe wie vor 30 Jahren“, sagt Dr. Elsner. Doch vieles davon, was der damalige Ärztliche Direktor, Dr. Jochen Katscher, in den 70er Jahren an Methoden und Therapieformen einführte, habe sich in der therapeutischen Praxis über Jahre hinweg bewährt.

Sichtbare Zeichen des Erfolges: Der Anteil vollstationärer Plätze nahm im Verhältnis zu Plätzen in Tageskliniken der Rhein-Mosel-Fachklinik im Laufe der Zeit immer stärker ab. Und auch die Anzahl der Tageskliniken wuchs: War das Haus in Andernach das Erste seiner Art in ganz Rheinland-Pfalz, so verfügt die Rhein-Mosel-Fachklinik heute über vergleichbare Einrichtungen in Koblenz, Mayen und Cochem. An einer weiteren Einrichtung in Dernbach ist sie beteiligt. „Zur Zeit stehen 268 vollstationären Plätzen in unserer Klinik 85 in Tageskliniken gegenüber“, so Dr. Elsner.

Rhein-Zeitung, 28.Juli 2005

© Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach 2017 | Impressum | Haftungsausschluss