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„Ein großer Schritt für das eigene Leben“

21.04.2004, Alexander Frei nimmt an Bistumsprojekt „FSJ statt Zivildienst“ teil

„Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und ich finde, es ist auch ein großer Schritt für das eigene Leben.“ Das sagt Alexander Frei (18) aus Niederhofen im Westerwald. Der junge Mann nimmt an dem neuen Projekt des Bistums Trier „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) statt Zivildienst“ teil und leistet sein FSJ in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, in der Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen betreut und behandelt werden. Im Rahmen des Projektes bietet das Bistum jungen Männern die Möglichkeit, ein FSJ zu machen und damit gleichzeitig ihre Zivildienstpflicht zu erfüllen.

Alexander Frei entschied sich nach der Mittleren Reife für die Teilnahme an dem Projekt, weil er ein „Überbrückungsjahr“ brauchte und zudem nicht wusste, „was ich erlernen soll“.

In der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach gehört es unterem anderem zu seinen Aufgaben, Patientinnen und Patienten zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu begleiten, Hol- und Bringdienste zu leisten, Patienten mit nur leichten Erkrankungen Hilfestellungen und Anleitungen zur Körperpflege zu geben und ihnen etwa auch die Mahlzeiten anzureichen. Diese Arbeit hat Alexander Frei in den vergangenen Monaten schätzen gelernt. „Mir gefallen die Tätigkeiten, die ich ausführe ebenso wie das Arbeitsklima. Und die Kollegen sind klasse“ sagt er. Er glaubt, durch das FSJ gelernt zu haben, seine Mitmenschen besser einschätzen zu können. Die gemachten Erfahrungen haben ihn sogar soweit geprägt, dass er sich nun entschlossen hat, den Beruf des Krankenpflegers zu erlernen. „Besonders gut“ findet er im Rahmen des FSH auch die pädagogische Begleitung durch das Bistum und hierbei insbesondere die Seminarwochen. Zu diesen Wochen treffen sich die insgesamt 33 jungen Männer, die an dem Projekt teilnehmen. Fünfmal im Laufe des Jahres.

„Ich kann jedem nur empfohlen, auf jeden Fall das FSH statt des Zivildienstes zu machen“

Dabei wird über Themen wie „Sucht“ oder „Behinderung“ gesprochen. „Wir ermutigen die jungen Männer, sich mit politischen, sozialen und religiösen Fragen auseinander zu setzen“, erläutert Projektleiterin Kerstin Hammer. Auch könnten die FSHler mitbestimmen, welche Themen auf den Seminarwochen behandelt würden, wobei es wichtig sei, dass das Thema einen Bezug zur konkreten Arbeitsrealität und Lebenssituation der jungen Männer habe.

Ein Konzept, das bei Alexander Frei ankommt: „Ich habe in den Seminarwochen schon viel gelernt, habe interessante Leute kennen gelernt und Einblicke in viele Themen und in die Arbeit der anderen FSJler erhalten“, sagt er. Kerstin Hammer erläutert, dass junge Männer, die sich für „FSJ statt Zivildienst“ interessieren, zwischen 16,5 und 25 Jahre alt sein und als Kriegsdienstverweigerer anerkannt sein müssen. „Sie erhalten ein Taschengeld, Fahrt- und Verpflegungskosten werden erstattet, die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen, das Kindergeld wird – anders als beim Zivildienst – weiter gezahlt“, sagt sie.

Ziel des Projektes sei es, den jungen Männern klar zu machen, dass die zwölf Monate nicht nur eine Zeit des sozialen Dienstes seien, sondern vor allem eine Zeit, die sie für sich selbst, für ihre persönliche und berufliche Orientierung, nutzen könnten. Genau diese Erfahrung hat Alexander Frei gemacht. „Ich kann jedem nur empfehlen, auf jeden Fall das FSH statt des Zivildienstes zu machen“, sagt er.

Informationen

Weitere Infos gibt es im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel. (0651) 7105162 oder -564, E-Mail: kerstin.hammer@bgv-trier.de

Andernacher Stadtzeitung, 21. April 2004

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