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RMF wurde ausgezeichnet

27.11.2002, Zehn Mitarbeiter, die aktiv in der Feuerwehr Andernach sind, sowie 50 ausgebildete Selbstschutzkräfte sind in der Klinik beschäftigt.

Viele Betriebe scheuen sich in der heutigen Zeit, aktive Feuerwehrmänner einzustellen. Fehlende Arbeitskraft, während der Einsätze oder Fehlzeiten bei Schulungen werden befürchtet. Für Arbeitnehmer wird es in einer Zeit mit steigenden Arbeitsplatzrisiko brenzlig, sich bei der Feuerwehr zu engagieren. Ohne die Zustimmung des Arbeitgebers zum Feuerwehr-Engagement seiner Mitarbeiter, kann es oft zu Komplikationen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kommen.

Mit überaus positivem Beispiel geht die Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) voran. „Zehn Mitarbeiter die aktiv in der Feuerwehr Andernach sind sowie 50 ausgebildete Selbstschutzkräfte sind bei uns beschäftigt. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, das die Feuerwehrkamaraden bei Einsätzen freigestellt werden“, so Verwaltungsdirektor Werner Schmitt.

In seiner Rede dankte der Stv. Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes RLP, Ferdinant Farber der RMF. „Für Sie als Arbeitgeber wird es brenzlig, wenn Ihre Patienten nicht mehr fachgerecht versorgt werden können, weil Ihre Mitarbeiter wegen eines Feuerwehreinsatzes nicht bei der Arbeit sind. Für die Feuerwehr wird es brenzlig, wenn die Feuerwehrleute um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Im Einsatzfgall wird es dann schwierig , die Einsatzfahrzeuge mit qualifizierten Feuerwehrleuten zu besetzen. Für den Arbeitgeber, seine Patienten und die Bevölkerung wird es brenzlig, wenn es keine einsatzfähige Feuerwehr gibt. Somit schließt sie der Kreis wieder. Und dies ist kein Horrorszenario. Das bestätigen Berichte aus ganz Deutschland.

Aus diesem Grunde wurde im Jahre 1999 die „Offensive zur Verbesserung von Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzdienst“ durch den Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz mit Unterstützung von Innenminister Walter Zuber  ins Leben gerufen. Ziel dieser Aktion ist es, zum allseitigen Nutzen unseres bürgerschaftlichen Zusammenlebens, die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Feuerwehr zu fördern. Feuerwehrangehörige zu beschäftigen darf nicht nur ein Kostenfaktor oder ein Organisationsproblem sein. Es muss sich auch als Unternehmenswert darstellen lassen.

Die Aufgabe der Feuerwehr ist es, der Bevölkerung klarzumachen, dass dem Einsatz unserer Feuerwehrleute ein ebenso großes Engagement der Arbeitgeber vorausgeht. Ein sichtbares Zeichen einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Händler, Handwerk, Gewerbe, Verwaltung und Industrie mit der Feuerwehr soll das Förderschild „Partner der Feuerwehr“ sein.

Mit diesem Förderschild werden Arbeitgerber ausgezeichnet, die in ihrem Betrieb ehrenamtliche Feuerwehrangehörige beschäftigen, und diesen keine Schwierigkeiten – weder offen noch verdeckt – bei der Ausübung ihres oft schwierigen Feuerwehrdienstes bereiten. Das Förderschild ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung, sowie die Hervorhebung ihres Betriebes in der Öffentlichkeit. Die Rhein-Mosel-Fachklinik hat, wie ich von Andernachs Wehrleitung Monn weiß, alle Kriterien für die Verleihung der Förderschildes weit überschritten. Darüber hinaus wird in Ihren Betrieben dem vorbeugenden Brandschutz eine überaus große Bedeutung  zugeschrieben. Daher ist es mir heute eine ganz besondere Ehre, als stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz und als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Mayen-Koblenz das Förderschild an die Rhein-Mosel-Fachklinik verleihen zu dürfen. Ab sofort dürfe Sie sich „Partner der Feuerwehr nennen“, so Farber.

Gleichzeitig dankte er auch im Namen des Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes, Otto Fürst, und wünschte sich, im Interesse aller Feuerwehrangehörigen und zum Wohle aller Bürger der Stadt Andernach  und des Landkreises Mayen-Koblenz, dass viele Arbeitgeber dem Beispiel der Rhein-Mosel-Fachklinik folgen mögen.

Andernacher Stadtzeitung, 27. November 2002

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