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Kalender aus Klinikfundus

02.12.2000, In der Rhein-Mosel-Fachklinik schlummern Tausende Bilder von Patienten - Jubiläum im Jahre 2001

Ein Kalender mit selbsterstellten Bildern aus der Kunstwerkstatt der Rhein-Mosel-Fachklinik ist Auftakt zum 125-jährigen Bestehen der Andernacher Klinik, das im Jahre 2001 gefeiert wird.

Die Idee, aus dem riesigen Fundus an Bildern, die Patienten der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) gemalt und gezeichnet haben, einen Kalender zu produzieren, sei nicht neu. Dies erklärte Wolfgang Willenberg, Sprecher des Landeskrankenhauses, eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR).

Das 125-jährige Bestehen der RMF sei der passende Anlass für die Darstellung der künstlerischen Arbeiten in Form eines Kalenders. Mehrere Tausend Werke, ausschließlich gestaltet von Patienten, schlummern in der Ablage der Klinik. Ein paar Hundert wurden in allen Bereichen des Krankenhauses aufgehangen. Zudem präsentiert die RMF im regelmäßigen Rhythmus die Bilder in Ausstellungen.

"Artothek" nennt sich eine weitere Idee der Klinikleitung. Jeder kann kostenfrei Bilder für einen unbestimmten Zeitpunkt leihen. Einige Arztpraxen machen von diesem Angebot Gebrauch. Schon über 20 Jahre lang bietet die RMF Kunst als Therapie unter Leitung von Michael Bieg an. Die Kunstwerkstatt besteht jedoch in dieser Form erst seit zwei Jahren, da durch die Umsiedlung von Stationen wurde eine komplette Etage frei wurde.

"Es herrscht eine Atmosphäre wie in einem Atelier. Die Patienten fühlen sich hier wohl", sagt Michael Bieg. Die Werkstatt ist für alle Patienten die ganze Woche geöffnet. Das künstlerische Wirken soll zum freien, eigenständigen Arbeiten anregen. "Jedem Patienten wird so vermittelt, dass er noch etwas wert ist, dass er selbst schöpferisch tätig sein kann", erläutert Bieg. Alle erdenklichen Materialien stehen zur Verfügung und jeder kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Der Künstler Michael Bieg gibt aber Hilfestellung. So entstehen die unterschiedlichsten Werke und Stilrichtungen.
Obwohl die Bilder den Patienten gehören, werden sie aber oft der RMF überlassen. "Hier entstehen Arbeiten, die nicht alltäglich sind. Der Kalender fällt aus der Reihe und ist etwas besonderes. Wir haben versucht, ansprechende Bilder und Werke, die uns beeindruckt haben, auszuwählen", erklären Wolfgang Willenberg und Michael Bieg. Der Verkaufserlös wird für Therapiezwecke verwendet.

Den Kalender gibt es im Stadtmuseum, in Geschäften, bei Ärzten, bei Andernach.net, Michael Bieg, Tel. 02632/407220 oder Wolfgang Willenberg, Tel. 407258.

Rhein-Zeitung, 02. Dezember 2000

 

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