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Psychiatrische Pflege im neuen Jahrhundert

21.06.2000, Referenten und Arbeitsgruppen setzten sich kritisch mit der Pflege und Behandlung psychisch Kranker auseinander

Zahlreiche Krankenpflegekräfte aus der näheren und weiteren Umgebung hatten sich in der Andernacher Mittelrheinhalle zum traditionellen Fachpflegekongress eingefunden, zu dem die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach zum sechsten Mal eingeladen hatte.

„Psychiatrische Pflege steht zu Beginn des neuen Jahrhunderts unter einem enormen Veränderungsdruck“, waren die einleitenden Worte von Rita Lorse, Leiterin der Weiterbildungsstätte Fachpflege Psychiatrie an der RMF, nachdem sie die Tagungsteilnehmer in der Mittelrheinhalle herzlich willkommen geheißen hatte. Und weiter hieß es: „Die Psychiatriereform in Rheinland-Pfalz befindet sich auf einem guten Weg. Die großen psychiatrischen Kliniken verkleinern sich und gleichzeitig entstehen dezentrale gemeindenahe Angebote für psychisch Kranke. Die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach hat sich unter der Trägerschaft des Landeskrankenhauses (AöR) in den letzten Jahren zu einer treibenden Kraft in diesem Veränderungs- und Modernisierungsprozess entwickelt.“

Auf dem Programm des Fachpflegekongresses standen am Vormittag verschiedene Vorträge zu Themen wie z.B: „Aufbau einer regionalen Psychiatrie-Einheit“ (Dr. Stephan Rambach vom städt. Krankenhaus Pirmasens), „Wenn die Einsicht fehlt, Zuständigkeit und Umsetzung von Maßnahmen“ (Hans-Peter Siebert, Dipl.-Verwaltungswirt FH von der Kreisverwaltung Koblenz) oder zu dem hochsensiblen Thema: „Zwangseinweisung – wenn reden nicht mehr hilft“ (Dieter Jung von der Polizei Gütersloh, Kommissariat Vorbeugung).

Nach einer Mittagspause bildeten sich Arbeitsgruppen, die prüften, ob und inwieweit die Inhalte der Referate für die Situation im nördlichen Rheinland-Pfalz nutzbar gemacht werden könnten. Nach einer weiteren Pause stellte die Musiktherapie-Gruppe der Tagesklinik Wallerfangen unter der Leitung von Sonja Menegatti „Percussionsinstrumente & Sambarhythmen“ vor. Im Anschluss daran wurden die Arbeitsgruppenergebnisse im Rahmen einer Plenumdiskussion zusammengefasst.

Pflegekräfte sind wichtige Bezugspersonen
„Pflegekräfte spielen als Bezugspersonen der Patienten eine wichtige Rolle in der psychiatrischen Versorgung. Wenn der heutige Kongress dazu beigetragen hat, der Diskussion um die Fortführung des Reformprozesses weitere Impulse zu geben, haben wir unser Ziel erreicht. Die Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeitern in der Psychiatrie zu fördern, ist schon immer ein ausdrückliches Ziel unserer Kongresse in den letzten Jahren gewesen“, schloss Holger Thiel, Leiter der innerbetrieblichen Fortbildung der RMF, die Tagung.

Andernacher Stadtzeitung, 21. Juni 2000

 

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