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Tagesklinik öffnet im Frühling 2001

30.05.2000, Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach rechnet mit Kosten von über 1,5 Millionen Mark – Land übernimmt Großteil der Finanzierung

Lange, aber nicht umsonst haben der Kreis, Betroffene, Angehörige und Fachleute auf eine Tagesklinik für psychisch Kranke gewartet. Im Dernbacher Herz-Jesu-Krankenhaus wartet man jetzt nur noch auf die Zusage der Fördergelder, dann können die Bauarbeiten beginnen.

Das Projekt „psychiatrische Tagesklinik“ in Trägerschaft des Krankenhauses Dernbach nimmt konkrete Formen an. Auf der Westerwälder Psychiatriekonferenz in Dernbach erklärte der Verwaltungsdirektor des Herz-Jesu-Krankenhauses, Dietmar Imhorst, dass man mit den Bauarbeiten beginnen werde, sobald die Zusage für die gesamten Fördermittel eingehe. Das Land hat bereits 800.000 Mark zur Verfügung gestellt, wird aber voraussichtlich noch einen Erheblichen Teil der zu erwartenden Baukosten von über 1,5 Millionen Mark zusätzlich übernehmen.

Für die Zwecke der Tagesklinik wird das Gebäude „Marienau“ auf dem Gelände des Krankenhauses umgebaut. Momentan ist dort die Krankenpflegeschule untergebracht. Sie wird innerhalb der Marienau in andere Räume verlagert. Mit der Eröffnung der Klinik rechne man spätestens im April 2001, so Imhorst.

Dr. Stefan Elsner, der stellvertretende Ärztliche Direktor der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, mit der in Bezug auf die Tagesklinik eine enge Zusammenarbeit vorgesehen ist, erläuterte die Vorteile einer derartigen Einrichtung:

Der Übergang von einer vollständigen Therapie zu einer selbständigen Lebensführung wird erleichtert
Durch die jederzeit mögliche Aufnahme durch die haus- bzw. fachärztliche Überweisung in die Tagesklinik wird bei sich verschlimmerndem Krankheitsbild eine stationäre Unterbringung vermieden
Der Patient kann an Ablauf und Zielsetzung der Behandlung mitwirken
Die Therapie wird mit stufenweiser Integration ins Erwerbsleben gekoppelt
Der ärztliche Leiter der Tagesklinik wird von der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach gestellt. Das übrige, nichtärztliche Personal wird beim Herz-Jesu-Krankenhaus angestellt. Es sei außerdem eine Institutsambulanz vorgesehen, die aus einem Facharzt und einer Fachkrankenschwester besteht, die ermächtigt durch die kassenärztliche Vereinigung Krisenintervention bei sich zuspitzendem Krankheitsbild vor Ort leisten könne.

Die Aufnahmekriterien: Der Wohnsitz der Patienten sollte nicht weiter als 30 bis 45 Minuten Fahrtzeit von der Klinik entfernt sein. Das Patientenalter sollte zwischen 18 und 65 Jahren liegen.

Ein großer Teil der häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder kann in der Tagesklinik behandelt werden, die Entscheidung fällt im Aufnahmegespräch. Die Verweildauer liegt bei sechs Wochen und mehr.

Rhein-Zeitung, 30. Mai 2000

 

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