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Süchtige suchen Hilfe in der Methadon-Ambulanz

02.12.1998, Neue Einrichtung in RMF Andernach - Drei Ärzte speziell ausgebildet

Abhängigen illegaler Drogen bietet jetzt die Rhein-Moselfach-Klinik Andernach in einer speziell eingerichteten Methadon-Ambulanz Hilfen an, von ihrer Sucht loszukommen. Damit wurde eine Ambulanz in einer Stadt geschaffen, die in der Heroin-Szene eine "traurige" Spitzenstellung einnimmt.

Die Stadt gilt nicht nur in Polizeikreisen als "Brennpunkt im Konsum harter Drogen". Seit April '97 existiert in Andernach eine Außenstelle der Jugend- und Drogenberatung des Caritasverbandes Koblenz. Denn: "In Andernach wird wesentlich mehr Heroin konsumiert als in Koblenz." Und Diplom-Sozialpädagogin Marion Stien als Leiterin der Einrichtung in Andernach (Tel. 250240) hat außerdem Erkenntnisse darüber, dass "momentan in der Andernacher Szene ein sehr ,schlechtes' Heroin im Umlauf ist, das mit hochgiftigem Strychnin versetzt ist".

Die Einrichtung der Methadon-Ambulanz in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (Träger ist das Landeskrankenhaus als AöR) geht auf eine Ermächtigung durch die "Kassenärztliche Vereinigung Koblenz" zurück. Das erklärte Werner Schmitt als stellvertretender Geschäftsführer des Landeskrankenhauses auf Anfrage der RZ. Grundsätzlich sei diese Behandlung von niedergelassenen Ärzten durchzuführen. Schmitt: "Diese können aber den derzeit sehr großen Bedarf in der Region nicht abdecken, so dass die ,Kassenärztliche Vereinigung' die RMF ermächtigt und beauftragt hat, bestimmte ambulante Maßnahmen auf diesem Gebiet durchzuführen. Drei unserer Ärzte haben sich daher für die Methadon-Substitution zusätzlich qualifiziert."

Neben der medizinischen Behandlung durch Methadon (synthetische Substanz mit opiatähnlicher Wirkung) werden die Drogenkonsumenten psychosozial und psychotherapeutisch betreut und begleitet, damit sie einen Ausweg aus ihrer Sucht und zurück in die Gesellschaft finden.

Rhein-Zeitung, 02. Dezember 1998

 

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