Zu den Inhalten springen

Navigation

Suche

twitter

Servicenavigation

Funktionen

| Schriftgröße
 

Presse Detailansicht

Weißer Fleck ist bald geschlossen

04.10.2011, Zukünftiger Wohnpark in Brauheck feiert Richtfest - Landeskrankenhaus investiert rund 3 Millionen €

Der Brauhecker Wohnpark der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach hat Richtfest gefeiert. Damit rückt die Fertigstellung dieses gemeindepsychiatrischen Zentrums in Cochem ein Stück näher. Ab Frühjahr 2012 sollen hier bis zu 24 Menschen mit psychischen Erkrankungen bewohnen und betreut werden.

"Wir sind froh, dass wir bald diesen Wohnpark eröffnen können", sagte Dr. Gerald Gaß, der Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, beim Richtfest. Und Karlheinz Saage, Direktor Heime, betonte: "Wir wollen einen Teil dieser Gemeinde werden."

Mit dem neuen Wohnpark werde eine Lücke in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Kreis geschlossen, machte Landrat Manfred Schnur beim Richtfest klar." Bisher war der Kreis Cochem-Zell ein weißer Fleck, was dies betraf ", so der Landrat. Umso wichtiger sei es, dass im kommenden Jahr dieses Wohnheim seine Arbeit aufnehme "Etwa 50 Menschen aus dem Kreis, die psychisch erkrankt sind, leben derzeit nicht in der Region, sondern weit weg. Nicht weil sie es wollen, sondern weil sie es müssen, da die entsprechenden Angebote fehlen", so Karlheinz Saage. Künftig könnten die Betroffenen nun im Kreis bleiben, fügte er hinzu. "Die ersten Bewohner, die im nächsten Jahr hier einziehen, sind Cochem-Zeller, die derzeit in Andernach leben", kündigte Saage an. Und er betonte: "Hier in Brauheck werden ausschließlich Menschen aus dem Kreis Cochem-Zell leben."

Rund 3 Millionen € hat das Landeskrankenhaus investiert. "Wir haben uns mächtig ins Zeug gelegt", so Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß. Die 24 Plätze im neuen Wohnpark sind in drei Wohneinheiten in zwei Häusern gegliedert. Ein drittes Gebäude bietet Platz für acht so genannte Trainingsappartments, im Hauptgebäude sind zudem ambulante Dienstleistungen untergebracht, ebenso die Verwaltung.

"Wir wollen hier alles tun, was nötig ist für die Betroffenen", so Karlheinz Saage. "Es ist wichtig, dass die Menschen hier auch nicht abgeschottet, sondern mittendrin leben und auf ihre Rückkehr in ihr vertrautes Umfeld vorbereitet werden", meinte Landrat Manfred Schnur. Wichtig sei aber auch die enge Zusammenarbeit mit den vorhandenen Einrichtungen wie den Werkstätten für Behinderte Menschen der Caritas in Brauheck, der Stiftung St. Bethesda in Cochem und der Tagesklinik in Cochem. "Uns ist die Kooperation sehr wichtig", so Dr. Gerald Gaß.

Froh war die Rhein Mosel Fachklinik darüber, dass auch viele Brauhecker zum Richtfest gekommen waren. "Wir wollen gute Nachbarn sein", meinte der Geschäftsführer des Landeskrankenhauses - auch mit Blick auf die im Vorfeld geäußerte Kritik von Anwohnern, dass Brauheck nicht der geeignete Standort für einen solchen Wohnpark sei. "Wir sind sicher, dass wir durch unsere Arbeit unsere Kritiker überzeugen werden", betonte Dr. Gerald Gaß. Und Stadtbürgermeister Herbert Hilken , der sich sehr für die Ansiedlung dieser Einrichtung engagiert hatte, meinte: "Dieser Wohnpark passt in das Brauhecker Gefüge und wird hier auch seine Akzeptanz finden."

Rhein-Zeitung, 4. Oktober 2011

Auf dem Richtfest des neuen Wohnparks in Cochem-Brauheck stießen die Verantwortlichen auf das neue Zuhause für 24 Menschen mit psychischen Erkrankungen an, v.l.n.r. Herbert Hilken, Dr. Gerald Gaß, Werner Schmitt, Karlheinz Saage, Manfred Schnur und Helmut Probst.
© Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach 2017 | Impressum | Haftungsausschluss