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Millionenprojekt: Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach heizt mit Hackschnitzeln

25.10.2013, Nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz

Die Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach hat eine neue umweltfreundlichere Heizungsanlage. 60 Prozent der Energie entsteht durch das Verbrennen von Holzhackschnitzeln.

Die Anlage läuft seit genau einem Jahr - und hält, was sie verspricht. Das Unternehmen hat seinen Energieverbrauch bereits enorm reduziert, ebenso die Kosten. Zudem wird 65 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid produziert. Nun wurde die neue Anlage offiziell und feierlich in Betrieb genommen. Das gute Stück hat satte 7,3 Millionen Euro gekostet. Eine Summe, die die Klinik tatsächlich aus eigener Kraft gestemmt hat.

Im Kesselhaus stehen nun vier neue Maschinen: Der Großteil der Energie wird von der Holzhackschnitzelanlage erzeugt. Zwei bis drei Lkw steuern in der Woche die Klinik an und kippen das Material, das aus der Eifel und dem Westerwald stammt, in den Vorratsspeicher. Ein weiterer Energiebaustein ist das Blockheizkraftwerk, das mit Erdgas betrieben wird und ebenfalls das ganze Jahr über läuft. Die beiden Kesselanlagen zur Öl- und Gasverbrennung werden nur im Notfall und zu Spitzenzeiten zugeschaltet.

Eine neue Nahwärmeversorgung in der Klinik war nötig geworden, weil die alte Heizungsanlage aus den 70er-Jahren nicht mehr zeitgemäß war. Sie wurde mit Dampf betrieben und verbrauchte zu viel Energie. Uwe Vey, Leiter technische Dienste, erklärt, dass der Dampf stets 200 Grad heiß sein musste - und die Isolierung des Verteilernetzes ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Bis zum Umbau waren vier Gas- und Ölkessel mit einer Jahresgesamtleistung von 20 000 Kilowatt in Betrieb. Inge-nieur Oliver Durstberger erklärte: "Damit hätten sie vier Kliniken dieser Größe heizen können."

Im Frühjahr 2011 begann die Umstellung des vier Kilometer langen Wärmenetzes. Die alte Versorgung wurde aufrechterhalten und nach und nach die neue Anlage aufgebaut und das neue Warmwasser- und Wärmenetz über das weitverzweigte Klinikgelände in alle Gebäude verlegt. Die Daten aus dem laufenden Jahr sprechen für sich. Energieeinsparung: 19 Prozent; Energiekosten: um 57 Prozent gesenkt; und es werden zwei Drittel weniger CO2 ausgestoßen. Mit der eingesparten Energie ließen sich rund 640 Einfamilienhäuser mit einer Fläche von je 150 Quadratmetern beheizen.

Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, zu dem die Rhein-Mosel-Fachklinik gehört, dankte dem Direktorium und den Mitarbeitern. Diese haben dazu beigetragen, dass in der Vergangenheit Geld angespart werden konnte, sodass die Investition ohne Kreditaufnahme möglich war. In elf Jahren sollen sich die Ausgaben amortisiert haben. Der Geschäftsführer war hörbar stolz: "Die Umstellung wird uns ermöglichen, in den kommenden Jahren ganz erhebliche betriebswirtschaftliche Mittel einzusparen."

Rainer Frank, Abteilungsleiter Zentrale Aufgaben im Landesgesundheits-ministerium, erklärte, dass die Investition aus eigener Kraft die Wirtschaftlichkeit der Landeskrankenhausgesellschaft verdeutlicht. Er betonte, dass die Art der Energieerzeugung zudem ein Gewinn für die Umwelt ist.

Rhein-Zeitung, 25. Oktober 2013

 

Im Rahmen der Veranstaltung konnten die Gäste detaillierte Erläuterungen zur modernen Technik erhalten.
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