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Neues Konzept verbindet Ausbildung und Studium

13.02.2008, Krankenpflegeschule der Rhein-Mosel-Fachklinik arbeitet jetzt mit der Katholischen Fachhochschule Mainz zusammen

Mit einem neuen Konzept soll Krankenpflegern der Weg zu einem Fachhochschulabschluss erleichtert werden. Das Landeskrankenhaus. Träger der Rhein-Mosel-Fachklinik, hat dazu einen Kooperationsvertrag mit der Katholischen Fachhochschule (FH) in Mainz geschlossen.

Der Unterricht der Krankenpflegeschule wird von der Katholischen FH als Vorlesungen für das Studium der Pflegepädagogik und des Pflegemanagements anerkannt. Diese Art der Zusammenarbeit gibt es zum ersten Mal in Rheinland-Pfalz. Es ist auch das einzige Bundesland, dass Krankenpflegern diese Möglichkeit bietet.

Während der dreijährigen Krankenpflegeausbildung können die Auszubildenden drei Semester des Studiums absolvieren. Nach der Ausbildung müssen die Auszubildenden noch drei weitere Semester zur FH gehen, bis sie auch den Fachhochschulabschluss „Bachelor of Science“ haben. Auf diese Weise „sparen“ sie sich anderthalb Jahre. Bisher mussten Interessenten nach der dreijährigen Ausbildung noch drei weitere Jahre an der FH studieren.

Die neue Regelung hat für die Auszubildenden auch einen finanziellen Vorteil. Denn während der ersten drei Studiensemester erhalten sie weiter ihr Auszubildendengehalt.

Udo Hoffmann, Leiter der Krankenpflegeschule der Rhein-Mosel-Fachklinik, erklärt, wie Ausbildung und Studium verbunden werden: „Während der Ausbildung im Krankenhaus legen die Krankenpflegeschüler Kurse ab, die für das Studium anerkannt werden.“ Außerdem belegen die Auszubildenden neun Wochen lang Kurse an der FH in Mainz. Dafür stellt sie das Krankenhaus frei, die Auszubildenden erhalten jedoch weiter ihr Gehalt.

Ziel der Kooperation zwischen Landeskrankenhaus und Fachhochschule ist es, Pflegekräfte einzustellen, die einen wissenschaftlichen Hintergrund haben. „Auf den Stationen sollen diese Fachkräfte etwa Pflegeabläufe vereinfachen, so dass Kosten gespart werden können“, erklärt Hoffmann. Patienten können so auch schneller geheilt und wieder entlassen werden. Gründe für die Kooperation sind nach Einschätzung von Hoffmann die höheren Ansprüche in der Pflege und eine Veränderung der Aufgaben von Pflegekräften.

Die 18-jährige Liane Wolfin ist die erste Krankenpflegeschülerin in der Rhein-Mosel-Fachklinik, die Ausbildung und Studium verbinden will. Ihre Probezeit endet im März und im Mai wird sie die erste Vorlesung besuchen. „Das Bachelor-Studium ist eine große Chance für mich  und ich hoffe, dass ich in diesem Beruf im Krankenhaus später einmal wissenschaftlich arbeiten kann“, sagt die Krankenpflegeschülerin. Bisher können am Landeskrankenhaus pro Jahr vier Krankenpflegeschüler diese Möglichkeit nutzen.

Voraussetzung sind das Abitur und ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 während der Probezeit im Krankenhaus. Eine Empfehlung durch die Leiter der Krankenpflegeschule für die Fachhochschule ist ebenfalls notwendig.

Rhein-Zeitung, 13. Februar 2008

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