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Mehr Platz für die "Villa Kunterbunt" in Andernach

11.03.2014, Integrative Kindertagesstätte (Kita) in Andernach wurde um einen Anbau erweitert

Nach nur drei Monaten Bauzeit können sich die 153 Kinder und ihre Erzieher nun über zusätzlichen Raum freuen. Zur offiziellen Einweihung kamen die Verantwortlichen auf dem weitläufigen Gelände der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) zusammen.

Die "Villa Kunterbunt" ist eine von sieben Kitas, die vom Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum (HTZ) im nördlichen Rheinland-Pfalz betrieben werden. In den Einrichtungen werden Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut. Seit 1993 bietet die "Villa Kunterbunt" Mitarbeitern der RMF sowie Eltern aus Andernach und der Region Betreuungsplätze an.

Andernachs Bürgermeister Claus Peitz lobte die gute Zusammenarbeit der HTZ, der RMF und der Stadt Andernach: "Bereits seit elf Jahren funktioniert diese Kooperation problemlos. Mit der Erweiterung können die Kinder nun in elf Gruppen betreut werden. Damit ist die ,Villa Kunterbunt‘ im Bereich der Stadt Andernach die größte Einrichtung dieser Art."

Seit Beginn des Jahres leitet Ruben Kühner die Kita. Der Pädagoge stimmte in das Lob des Bürgermeisters ein und ergänzte: "Ich habe noch nie erlebt, dass alle Stellen so gut zusammenarbeiten." Neben dem guten Kontakt zur Stadt Andernach profitiere die "Villa Kunterbunt" von der Unterstützung der RMF. Die Klinik, besonders ihr Verwaltungsdirektor Werner Schmitt, stehen der Kita mit Rat und Tat zur Seite: "Die RMF stellt uns den Sportplatz und die Turnhalle zur Verfügung. Darüber hinaus hat sie uns die erfahrenen Architekten vermittelt, die den Anbau geplant haben", sagte Kühner.

Seit der Fertigstellung beherbergt das neue Gebäude die "Mäusegruppe". Durch die raumhohen Fenster blicken die zwei- bis sechsjährigen Kinder auf das 4500 Quadratmeter große Außengelände der Kita. Auch ein Bad sowie ein Schlafraum sind im Anbau untergebracht. Erzieherin Diana Wiege leitet die altersgemischte Gruppe. "Ich habe vorher in einem kleinen Dorfkindergarten gearbeitet. Dort habe ich eine homogene Gruppe von 25 Dreijährigen betreut. Ich wollte mich weiterentwickeln." Wiege schätzt die Arbeit in der "Villa Kunterbunt" und erklärte: "Alle sind motiviert. Wir können uns einbringen und frei entscheiden, was wir mit den Kindern unternehmen." Am Tag der Einweihung war der freundliche, harmonische Umgang im ganzen Haus zu spüren. Betrachtet man die Herausforderungen der Kita, ist das keine Selbstverständlichkeit. Zum einen gilt seit einigen Monaten der gesetzliche Betreuungsanspruch für Einjährige. Zum anderen werden in der "Villa Kunterbunt" in sechs Gruppen auch behinderte Kinder betreut.

Kita-Leiter Ruben Kühner will sich diesen Aufgaben stellen. Für ihn ist die gute Grundstimmung das Ergebnis harter Arbeit. "Ich möchte an die sehr guten Leistungen meiner Vorgängerin Sonja Alberti anknüpfen", erklärte er. Die Leitung ziehe mit dem Betriebsrat, dem Förderverein und dem Elternausschuss an einem Strang.

Abschließend nannte Kühner eine der vielen Herausforderungen seiner Arbeit: "Wir betreuen unter anderem Kinder mit Downsyndrom und Autisten. Vor Kurzem wurde ein Kind mit der Glasknochenkrankheit angemeldet. Auch diesem Kind werden wir eine gute Betreuung ermöglichen."

Rhein-Zeitung, 11. März 2014

 

Die Integrative Kindertagesstätte 'Villa Kunterbunt' auf dem Parkgelände der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach.
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