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Lebenswirklichkeiten in Kunst übersetzt

05.03.2015, Ausstellung „Alles im Rahmen?!“ wird gezeigt

ANDERNACH Die Heilig-Rock-Tage 2014 in Trier und die Klinik Nette-Gut in Weißenthurm - das sind die bisherigen Stationen der Ausstellung "Alles im Rahmen?!", die zurzeit im Bischof-Bernhard-Stein-Haus in Andernach gezeigt wird. Mit der Vernissage kommt ein Teil der Kunstwerke an ihren Entstehungsort zurück, waren doch unter anderem Patienten der Klinik Nette-Gut im Rahmen der Ergotherapie mit an der Ausstellung beteiligt.

Die Bilder waren im Zuge einer "Sehschule" der seit 2013 laufenden Synode auf Initiative des Bistums und des Caritasverbandes entstanden. Menschen in prekären Lebenssituationen waren eingeladen, sich mit förderlichen und hinderlichen Faktoren des eigenen Lebens auseinanderzusetzen und ihre Lebenswirklichkeiten in einem -  begrenzten - Rahmen künstlerisch wiederzugeben.

Bei der Vernissage dankte Caritas-Dienststellenleiterin Margret Marxen-Ney Pastoralreferentin Irmgard Hauröder-Diewald von der Rhein-Mosel-Fachklinik, die diese Ausstellung zusammen mit Pastoralreferent Felix Tölle von der Rhein-Mosel-Fachklinik und Dr. Frank Goldbeck, Chefarzt der Klinik Nette-Gut, an den Rhein geholt hat. Ein besonderer Dank ging auch an Musiktherapeutin Annette Bossmann und an Bewohner der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, die diese Vernissage musikalisch gestalteten.

"Die Bilder fallen aus dem Rahmen, so wie das Leben vieler Menschen, die auch zu uns ins Haus kommen. Diese Bilder geben uns die Möglichkeit, Lebenssituationen zu verstehen und zu respektieren und Fähigkeiten zu fördern. Die Ausstellung passt sehr gut zu unserer Arbeit von Caritas und Familienbildungsstätte", sagte Margret Marxen-Ney.

Alle Menschen suchen einen Rahmen, eine feste Sicht, Grenzen, die Sicherheit, Geborgenheit und Halt geben und letztlich zum Gelingen des Lebens beitragen, so Irmgard Hauröder-Diewald: "Und wir hörten, dass für viele unserer Forensikpatienten gerade der Sicherheitszaun, der Sicherheit für außen gewährleisten soll, auch nach innen Sicherheit gibt." Für Dr. Frank Goldbeck war es eindrücklich, wie kreativ und verschieden die künstlerischen Antworten sind: "Da sind Exponate, die sprengen den Rahmen, bei anderen wird der Rahmen als Schutz genutzt." Die Schau lädt zum Perspektivenwechsel ein. Gerade darin sieht Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens eine Chance, "denn die Wahrheit wird besser vom Rand als vom Zentrum her erfasst".

Rhein-Zeitung, 5. März 2015

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