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Klinisches Zentrum der RMF wird umgebaut

01.04.2016, Gesundheit Schlaganfalleinheit und neurologische Intensivstation brauchen mehr Platz – Kosten von rund 11 bis 12 Millionen Euro

ANDERNACH In der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) in Andernach und dem Nette-Gut in Weißenthurm mit ihren derzeit rund 1580 Mitarbeitern stehen große Baumaßnahmen an. Rund 24,5 bis 25,5 Millionen Euro sind für vier große Projekte eingeplant, erzählt der kaufmännische Direktor der RMF, Werner Schmitt, im RZ-Gespräch.

Am meisten passiert im klinischen Zentrum der RMF. Auslöser dafür ist nach seinen Angaben, dass die Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit) mit acht Betten sowie die neurologische Intensivstation mit fünf Betten mehr Platz brauchen. Auf Letztere ist Schmitt besonders stolz: „Die ist einmalig in Rheinland-Pfalz.“ Hier werden zum Beispiel Patienten aus der Region mit schweren Hirnblutungen behandelt oder mit schwer verlaufenden Hirnhautentzündungen. Aufgrund der gestiegenen hygienischen Standards und weil heute für eine bessere Überwachung des Gesundheitszustands der Patienten mehr Geräte gebraucht werden, ist es zu eng auf der Station geworden, erzählt der Direktor.

Die Klinik hat den Umbau des klinischen Zentrums in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Als Erstes soll im Untergeschoss der Bereich der physikalischen Therapie, etwa die Bädertherapie, deutlich verkleinert werden, weil er in dem Umfang nicht gebraucht wird. In diese frei werdenden Räume soll im Anschluss das Labor aus dem Erdgeschoss umziehen.

„Wir erweitern zudem unsere Fläche für die bildgegebene Diagnostik“, erzählt der kaufmännische Direktor. Unter anderem will die RMF für rund 1 Million Euro ein MRT-Gerät (Magnetresonanztomografie) anschaffen. Weil die Handwerker ohnehin zugange sind, sollen sie noch Instandhaltungsarbeiten in dem rund 36 Jahre alten Gebäude erledigen, etwa an den Wasserleitungen.

Im zweiten Bauabschnitt sollen die Intensivstation und die Schlaganfalleinheit vom ersten Obergeschoss ins Erdgeschoss in die ehemaligen Laborräume umziehen. „Da steht mehr Fläche zur Verfügung“, erklärt Schmitt. Die Anzahl der Betten bleibt aber konstant. Und am Schluss wird noch ein Aufzug für den Patiententransport angebaut, einige Raumnutzungen werden getauscht, und die Kasse wird vom Verwaltungsgebäude in das klinische Zentrum umziehen.

11 bis 12 Millionen Euro kostet der Umbau, schätzt Schmitt. Für den 5,6 Millionen Euro teuren ersten Bauabschnitt hat das Land Rheinland-Pfalz bereits eine Förderung in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro zugesagt. „Auch für den zweiten und dritten Bauabschnitt erwarten wir Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Kosten“, sagt der Direktor.

Jüngst hat die Klinik nach seinen Angaben für den ersten Abschnitt den Bauantrag gestellt. In der zweiten Jahreshälfte soll es losgehen, Schmitt rechnet dafür mit 18 Monaten Umbauzeit. Direkt daran anschließen soll sich der zweite und dann der dritte Bauabschnitt. Der Direktor erwartet, dass vier Jahre lang während des laufenden Klinikbetriebs die Handwerker werkeln. Eine Herausforderung, was den Lärm- und Schmutzschutz angeht, aber auch für die Architekten und Fachplaner. Die drei hauseigenen Architekten bekommen dafür externe Unterstützung. Nach den vier Jahren seien dann im klinischen Zentrum der RMF bis auf eine Station alle kernsaniert, freut sich Schmitt.

Rhein-Zeitung, 1. April 2016

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