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Kran liefert neues MRT für Rhein-Mosel-Fachklinik

22.06.2017, Medizin Andernacher Einrichtung bietet weiteres bildgebendes Verfahren an

Von unserer Redakteurin Martina Koch

ANDERNACH Sein 20-jähriges Bestehen feiert das Landeskrankenhaus am morgigen Freitag mit einem großen Fest auf dem Gelände der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik. Wenige Tage vorher machte sich die Einrichtung selbst ein ganz besonderes Geschenk zum runden Geburtstag: Eine Spedition lieferte am Dienstagnachmittag ein MRT-Gerät an.

Mittels Magnetresonanztomografie (MRT) können in der Neurologischen Abteilung der Andernacher Klinik künftig noch genauere Aufnahmen des menschlichen Körpers erzeugt werden, die dabei helfen krankhafte Veränderungen des Gehirns und Nervensystems zu diagnostizieren und zu behandeln. Bisher verfügt die Einrichtung zu diesem Zweck über Röntgen- und CT-Geräte.

Der Transport und Einbau des 4,5 Tonnen schweren MRT-Geräts in die Räume im ersten Stock des Klinischen Zentrums erforderten eine penible Planung. Der Architekt des Landeskrankenhauses Martin Ternes hat sich auf die Ankunft des Geräts Monate im Voraus vorbereitet und umfangreiche Umbauten veranlasst. So wurde etwa der Boden unter dem MRT-Standort mit Stahlträgern verstärkt, die die zusätzliche Last tragen. Außerdem sorgt eine Stahlplatte dafür, dass der starke Magnet des MRT nicht in darunter gelegene Räume abstrahlt.

Das bisher im ersten Obergeschoss angesiedelte Labor der Klinik kommt zudem künftig ins Erdgeschoss, im ersten Stock entsteht dadurch Raum für die Intensivstation, so dass deren Patienten es nicht weit zur Untersuchung im MRT haben. „Das ist alles ein großes Tetris“, beschreibt Ternes. „Einzelne Abteilungen müssen erst umziehen, damit die Ebenen frei wird für andere Bereiche.“

Um das neue MRT an seinen Standort zu befördern, mussten gar Teile der Fassade weichen: Da das Gerät zu groß und schwer ist, um durch die Türen und Gänge des Krankenhauses zu passen, schlugen Bauarbeiter ein Loch in die Außenwand des Gebäudes, durch das das MRT angeliefert wurde. Den spektakulären Transport ins Gebäudeinnere verfolgten auch viele Mitarbeiter der Klinik gespannt mit: Ein Kran hievte das Gerät zunächst vom Laster auf eine Arbeitsbühne, dazu musste die Plastikverkleidung des MRT abmontiert werden. Der Kran beförderte die Arbeitsbühne dann in den ersten Stock der Klinik, wo sie an der Fassade verankert wurde. Das MRT wurde von dort schließlich zu seinem endgültigen Standort ins Gebäude gerollt.

Dort angekommen, wurde es sofort an die Stromversorgung angeschlossen, um die Kühlung zu gewährleisten: „Das MRT darf nicht zu lange ohne Strom bleiben, da sonst das flüssige Helium im Inneren des Geräts, das auf minus 269 Grad heruntergekühlt werden muss, zu warm wird“, erklärt Landeskrankenhaus-Architekt Ternes. Entsprechend eng getaktet war der Zeitplan für die Anlieferung.

Auch in den kommenden Tagen wird das MRT die Rhein-Mosel-Fachklinik weiter beschäftigen: Sachverständige des TÜV müssen das Gerät begutachten und abnehmen, außerdem werden die Klinikmitarbeiter im Umgang mit dem neuen MRT geschult. So ändern sich beispielsweise auch die Abläufe im Falle eines Brandes: Ist der Magnet des MRT aktiviert, dürfen sich Feuerwehrleute mit ihrer herkömmlichen Ausrüstung diesem nicht nähern, da sie sonst von dem Gerät angezogen werden.

Bis Anfang Juli müssen alle Handgriffe und Abläufe sitzen, denn dann werden die ersten Patienten im neuen MRT untersucht. Um ihnen die Prozedur angenehmer zu gestalten, schaffte man für das Landeskrankenhaus in Andernach übrigens eigens ein Gerät mit einem Röhrendurchmesser von 70 Zentimetern, statt der gängigen 60 Zentimeter an. Das wird besonders Patienten mit Angst vor engen Räumen freuen.

Weitere Infos finden Sie unter www.rhein-zeitung .net/andernach oder indem Sie das Foto mit der RZ-plus-App scannen.

RZ Koblenz und Region vom Donnerstag, 22. Juni 2017

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