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Landeskrankenhaus betreut neuen Wohnpark

14.09.2012, Offizielle Eröffnung im November

Der Wohnpark Cochem Brauheck für Menschen mit psychischer Behinderung hat die ersten Bewohner in der neuen Einrichtung aufgenommen. In den kommenden Wochen werden die Wohnungen Zug um Zug belegt. Zu den ersten Bewohner gehören Menschen, die bereits in der Außenwohngruppe in der Cochemer Ravenestraße - sie wird nun geschlossen - von der Andernacher Rhein Mosel Fachklinik betreut wurden. "Wir sind froh, dass es nun soweit ist und wir mit der Arbeit in Brauheck beginnen können", sagte Karlheinz Saage, der Direktor Heime des Landeskrankenhauses Andernach.

Mit dem neuen Wohnpark wird im Kreis Cochem-Zell eine Lücke in der Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankungen geschlossen. Bisher mussten die Betroffenen außerhalb des Kreises, teilweise sogar in anderen Bundesländern, betreut werden. 24 Plätze sind in der drei Wohneinheiten des Wohnparks vorgesehen. In zwei Gruppenhäusern sind jeweils Wohngruppen mit acht Plätzen untergebracht, ein drittes Gebäude bietet acht Trainingsappartements Platz, wie Karlheinz Saage erläuterte.

Alle drei Häuser sind baulich verbunden mit dem Zentralgebäude, in dem sich der Mensabereich mit Küche und Lagerräumen, die Verwaltung, Räume für tagesstrukturierende und therapeutische Angebote sowie ein großer offen gestalteter Begegnungsbereich befinden. "Uns ist wichtig, das jeder Bewohner in der Lage ist, seine individuellen Fertigkeiten und Ressourcen in den Alltag hier im Wohnheim einbringen zu können", betont Saage.

Es gibt soviel Freiraum wie möglich, aber auch jederzeit die Möglichkeit der Betreuung. Und das rund um die Uhr. Ein wichtiger Aspekt für die Arbeit des neuen Wohnparks ist die Integration in den Stadtteil und das Umland. Die Einrichtung nutzt die im Umfeld bereits vorhandene Angebotsstruktur wie die Werkstatt für Behinderte Menschen und den Integrationsbetrieb in Brauheck ebenso wie die Tagesstätte in Cochem. Doch auch die Einrichtungen und Angebote in Brauheck und Cochem sollen genutzt werden. "Wir werden das Gespräch mit Vereinen und Gruppen hier suchen, wir sind offen für Veranstaltungen oder gemeinsame Aktionen", betont Saage und macht deutlich: "wir wollen gute Nachbarn sein."

Auch für die regionale Wirtschaft ist der neue Wohnpark ein wichtiger Faktor. 11 Arbeitsplätze für 15 Menschen sind dort entstanden. Und für rund die Hälfte der Mitarbeiter kommt aus dem Kreis Cochem-Zell. "Das ist uns auch sehr wichtig", so Karlheinz Saage. Und auch sonst greift die Einrichtung gern auf örtlicher Anbieter und Dienstleister zurück. So kommt das Essen beispielsweise vom Cochemer Marienkrankenhaus nach Brauheck.

Noch ist vieles neu und im Aufbau begriffen. Erst in einigen Tagen und Wochen wird Normalität in die Arbeit einkehren, derzeit ist noch Aufbruchstimmung in Brauheck zu spüren. Im November soll der Wohnpark dann auch offiziell eröffnet werden. Doch schon jetzt fühlte sich der Träger wohl in der Region. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt und vor allem auch dem Kreis ist hervorragend, und wir sind sicher, dass auch bald ein enger Kontakt zu den Brauheckern bestehen wird", so Saage.

Rhein-Zeitung, 14. September 2012

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