Zu den Inhalten springen

Navigation

Suche

twitter

Servicenavigation

Funktionen

| Schriftgröße
 

Presse Detailansicht

Ziel: Die Hilfe soll zum Menschen kommen

13.11.2013, Psychisch Kranke sollen wohnortnah versorgt werden – 14 Partner gründen Verbund

Es ist so etwas wie ein Paradigmenwechsel, den gestern insgesamt 14 Kooperationspartner gemeinsam mit Landrat Michael Lieber vollzogen haben. Bei der Versorgung psychisch kranker Personen gilt nunmehr der Grundsatz: Die Hilfe soll zum Menschen kommen und nicht umgekehrt.

Weil eine derart breite Vernetzung von unterschiedlichen Institutionen nicht unbedingt selbstverständlich ist, fand die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung auch in einem feierlichen Rahmen im August-Sander-Zimmer der Kreisverwaltung in Altenkirchen statt. Alle Vertreter wurden einzeln ans Pult gerufen, um dort ihre Unterschrift unter das Werk zu setzen. Am Ende war sie vollzogen – die Gründung des „Gemeindepsychiatrischen Verbunds Altenkirchen“. In der schriftlichen Vereinbarung haben sich die Beteiligten dazu verpflichtet, ihre Hilfen partnerschaftlich und wohnortnah zu erbringen.

Die Vernetzung der einzelnen Hilfsangebote hat die optimale Betreuung von psychisch erkrankten Personen zum Ziel. „Im Landkreis Altenkirchen gibt es ein umfangreiches Angebot für Menschen mit psychischen Erkranken“, freut sich Landrat Lieber. Die einzelnen Hilfen werden dabei von allen Trägern der sozialen Sicherung getragen. Das bedeutet für die Betroffenen konkret, dass die Leistungen von der Kranken- sowie Rentenversicherung sowie der Bundesagentur für Arbeit und der Sozialhilfe übernommen werden. Hinzu kommen kostenfreie Angebot für Hilfesuchende.

Die betroffenen Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, wird's freuen: Durch die schriftlich fixierte Kooperation ist ihre individuelle Förderung nicht mehr institutionsbezogen, sondern personenzentriert. Es ist also nicht mehr wichtig, ob nun die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt einem Betroffenen helfen kann, sondern der Mensch steht jetzt im Mittelpunkt, und die Frage dreht sich nur noch darum, wie demjenigen am besten geholfen werden kann. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die wohnortnahe Versorgung – gerade in einer ländlich strukturierten Gegend wie dem Kreis Altenkirchen.

Die Grundlage für den neuen Verbund im Kreis Altenkirchen bildet das Landesgesetz für psychisch kranke Menschen, das Mitte der 90er-Jahre eine umfassende Reform der Betreuung und Versorgung erkrankter Personen geschaffen hat. Das wichtigste Ziel war auch hier, dass die Hilfen nah bei den Betroffenen angeboten werden. Das Land Rheinland-Pfalz will erreichen, dass zum Beispiel Langzeitkranke weiter in ihrer Gemeinde leben können und dort gut versorgt werden. Diesem Ziel haben sich die Partner verschrieben.

Rhein-Zeitung, 13. November 2013

Die Partner des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Altenkirchen, darunter auch Karlheinz Saage, Heimdirektor der Psychiatrischen und heilpädagogischen Heime Andernach.
© Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach 2017 | Impressum | Haftungsausschluss