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Aktionen für 6 Prozent mehr Lohn

25.01.2017, Tarifrunde Gewerkschaft befürchtet neue Sparrunde am Polizeipräsidium Koblenz

RHEINLAND-PFALZ Mit Warnstreiks und Protestaktionen bei der Polizei, der Universität Mainz und in der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach wollen die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst den Druck auf die Länder erhöhen. Die Gewerkschaften fordern 6 Prozent mehr Lohn. Von den Arbeitgebern gibt es noch kein Angebot.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierte an allen größeren Standorten eine „aktive Mittagspause“ – auch am Polizeipräsidium Koblenz. Hier geht es den Beschäftigten noch um mehr als höhere Löhne, wie für den GdP-Bezirk Detlef Maurer unserer Zeitung sagte. Mitten in die letzten Vorbereitungen für den Großeinsatz beim Treffen der Rechtspopulisten sei die Forderung aus dem Innenministerium eingetroffen, auf die Schnelle zu melden, wie 570 000 Euro in der Verwaltung eingespart werden können. Maurer befürchtet, dass vor allem Stellen von Tarifbeschäftigten bedroht sind. Schon jetzt aber würden „für teuer Geld ausgebildete Polizeibeamte die Arbeit von Tarifbeschäftigten übernehmen. Die Kollegen fehlen dann aber im operativen Dienst“, kritisiert der GdP-Mann.

Aktuell fehlten allein der Kriminalpolizei 50 Beamte. In einem Flugblatt protestiert Maurer dagegen, dass nicht alle Anträge von Beamten, die den Ruhestand hinausschieben wollen, genehmigt würden. Alle Personalplanungen aber basierten darauf, dass die älteren Beamten auch bleiben. Das Innenministerium erklärt die Sparauflage von 570 000 Euro in Koblenz mit der Schuldenbremse. Von den 2000 Stellen, die bis 2020 in der Landesverwaltung wegfallen sollen, entfielen landesweit auch 50 auf die Polizei. Dem Vernehmen nach sollen auch elf im Koblenzer Präsidium eingespart werden. Hier seien 50 von landesweit 140 Anträgen für einen späteren Pensionsbeginn aber für 2017 bereits genehmigt worden, heißt es auf Anfrage weiter. Ursula Samary

Rhein-Zeitung, 25. Januar 2017

 

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