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Zertifizierte Nachhaltigkeit bei der Abfallentsorgung

11.03.2014, Rhein-Mosel-Fachklinik und Klinik Nette-Gut leisten großen Beitrag zur Ressourcenschonung

Das Thema Nachhaltigkeit ist ein Zukunftsthema. Daher wird in den Kliniken des Landeskrankenhauses (AöR) sehr sorgsam auf die getrennte Erfassung, Sammlung und Entsorgung der Abfälle geachtet. Das spart Rohstoffe und Energie und trägt zur Verringerung der Klimabelastung bei. Der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach und der Klinik Nette-Gut in Weißenthurm wurde jetzt vom Entsorger Remondis ein Nachhaltigkeitszertifikat verliehen, das Primärrohstoffeinsparung, Energiegewinnung, -einsparung und CO2-Einsparung ausweist.

Unter dem Dach der Trägergesellschaft Landeskrankenhaus (AöR) hat die Ressourcenschonung einen hohen Stellenwert. So wird derzeit z.B. am Standort Meisenheim ein neues Krankenhaus nach dem "Green Hospital"-Standard gebaut, in Andernach konnte im vergangenen Jahr eine Holzhackschnitzel-Heizanlage in Betrieb genommen werden. Aber auch gerade im Bereich des Abfalls steckt viel Potenzial zur Ressourcenschonung, weiß der Abfallbeauftragte Willi Monn. Wie erfolgreich die Bemühungen in diesem Bereich sind, weisen die Zertifikate aus.

2013 konnten in der Rhein-Mosel-Fachklinik 199 Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden. Vom Entsorger werden dabei die Abfallströme Pappe-Papier-Kartonagen, Holz, gemischte Bauabfälle sowie medizinische Abfälle separat erfasst. 864 MWh konnten eingespart bzw. gewonnen werden. An Kohlendioxid wurden in Andernach 73 Tonnen eingespart. Für die Klinik Nette-Gut wurde für 2013 verbucht: 90 Tonnen Primärrohstoffeinsparung, 322 MWh Energiegewinnung / -einsparung, 29 Tonnen CO2-Einsparung.

Um die Werte zu errechnen, erklärt Michael Esteban, Vertriebsleiter Remondis-Gruppe, werden die Prozessschritte Erfassung, Transport, Vorbehandlung und Verwertung berücksichtigt - das Berechnungsmodell ist methodisch an die Ökobilanzierung nach DIN EN ISO 14040 angelehnt. Für die stofflich verwerteten Abfallströme wird die durch das Recycling eingesparte Menge an Primärrohstoffen berücksichtigt, für die energetisch verwerteten Abfallströme wird die durch Verbrennung oder Vergärung erzeugte Energiemenge berücksichtigt. Um die CO2-Einsparung zu errechnen, werden sämtliche Be- und Entlastungen aller Prozessschritte einbezogen. Bei der Konzeption des Nachhaltigkeitszertifikats wurde ein unabhängiges Institut hinzugezogen.

Trennung in 25 Abfallchargen
Die Entsorgung des anfallenden Abfalls wird in den beiden Kliniken äußerst sorgfältig angegangen - getrennt wird nach 25 verschiedenen Abfallchargen, erklären Willi Monn und sein Kollege Horst Kibellus. Auch andere Abfallarten, die von diesem Nachhaltigkeitszertifikat nicht erfasst wurden, werden nutzbringend entsorgt. So werden beispielsweise die Speiseabfälle aus den Klinikküchen von einem zertifizierten Unternehmen in eine Biogasanlage nach Mayen gebracht.

Der bürokratische Aufwand ist sehr hoch, sagt Willi Monn. Die Nachvollziehbarkeit der Entsorgung ist vertraglich geregelt. Doch der Aufwand lohnt sich, ist man in den Kliniken überzeugt. Jede Möglichkeit, Rohstoffe einzusparen und klimaneutral Energie zu gewinnen soll mit jeder noch so kleinen Maßnahme ausgeschöpft werden.

Andernach Aktuell, 11. März 2014

 

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