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Bürgerarbeit in der Fachklinik hat sich bewährt

28.10.2014, PROJEKT Die meisten Jobsuchenden fanden Anstellung in RMF und weiteren Firmen

ANDERNACH Das Projekt der Bürgerarbeit läuft aus und lässt sich am Beispiel der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) als großer Erfolg beschreiben, teilt die Einrichtung mit. Die meisten der ehemaligen Bürgerarbeiter fanden dort nämlich eine Anstellung: Ein heutiger Mitarbeiter der Klinikapotheke verdiente sich sein Vertrauen als Bürgerarbeiter, eine Mitarbeiterin begann eine Ausbildung in der Krankenpflegeschule, und zwei andere befinden sich in Ausbildung zu Heilerziehungspflegerinnen. Von sechs Verbliebenen wurden schließlich noch einmal vier als Servicemitarbeiter übernommen. Zwei weitere erhielten nach ihrer Bürgerarbeit an der RMF Anstellungen bei anderen Firmen: So startete einer eine Altenpflegehelferausbildung, ein weiterer arbeitet nun in Festanstellung bei einem Altenheimträger.
Rückblick: Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren, gilt prinzipiell als schwieriges Vorhaben. Daher hatte das Bundesarbeitsministerium das Projekt Bürgerarbeit ins Leben gerufen, das von 197 regionalen Jobcentern umgesetzt wurde – darunter auch vom Jobcenter im Kreis Mayen-Koblenz. Dieses war zum Projektstart an die Rhein-Mosel-Fachklinik herangetreten.
RMF-Pflegedirektorin Rita Lorse und Karlheinz Saage, Direktor des Heimbereichs, erinnern sich, dass mit der Kontaktaufnahme durchs Jobcenter erst einmal viel Arbeit anstand. Denn: Mögliche Aufgaben mussten festgelegt werden. Das bedeutete unterm Strich einige Teamsitzungen und eine Vorbereitungszeit von rund einem Vierteljahr. Sehr viele bewarben sich in einer Vorstellungsrunde. Davon blieben 60 Bewerber übrig. Allen Verantwortlichen war klar: Die Aufgaben, die von den Bürgerarbeitern übernommen wurden, konnten die Arbeit im Klinikalltag nur ergänzen, nicht ersetzen – und das „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“, so Saage. Als Klinik-Scouts übernahmen sie etwa Aufgaben mit und für Bewohner und Patienten, sie unterstützten sie in deren Freizeitgestaltung, erledigten oder begleiteten sie zu Einkäufen, machten mit ihnen Spaziergänge.
Rita Lorse sagt: „Ihnen wurde eine Verantwortung übertragen. Rückmeldungen bewiesen den Langzeitarbeitslosen zudem, dass sie ernst genommen wurden.“ So kristallisierte sich auch für die Helfer heraus, dass es ein „gutes Jobangebot“ für sie ist. Die Servicemitarbeiter beispielsweise „haben sich die Übernahme verdient“, sind sich Lorse und Saage einig. Patienten und Bewohner der RMF haben einen echten Nutzen von den neuen Mitarbeitern, betonen sie. So wurde die Bürgerarbeit in der Klinik zum Beispiel für echte Integration, heißt es.

Rhein-Zeitung, 28. Oktober 2014

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