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Haus Westerwald für 5,5 Millionen Euro saniert

26.02.2016, Pflege Einrichtung für 50 Bewohner der Rhein-Mosel-Fachklinik komplett erneuert

ANDERNACH Das Haus Westerwald der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (RMF) ist für 5,5 Millionen Euro komplett saniert worden. Die Summe hat die Klinik komplett aus Eigenmitteln gestemmt. In dem Haus leben 50 Menschen, die einen hohen Pflegebedarf haben, teilt die RMF mit.

Ihre chronischen Krankheitsbilder sind mannigfaltig: Karlheinz Saage, Direktor des Heimbereichs der RMF, nannte einige Beispiele: Depressionen, Psychosen, Zwangsstörungen, Suchterkrankungen, Demenz. Einige unter den Patienten lebten in ihrer eigenen Welt, andere hätten Verfolgungsängste oder Orientierungsprobleme - oft wiesen die Bewohner mehrere Erkrankungen auf.

Dazu kommen altersbedingt körperliche Einschränkungen. "Es war ein langer Weg bis heute", sagte Saage. Von 2013 bis 2015 wurde das Gebäude auf dem RMF-Gelände unter der Leitung des Andernacher Architekturbüros "Fischer-Summerer Architekten" kernsaniert und für die Nutzung als Pflegeheim neu strukturiert, so die Klinik. Die Sanierung umfasste die Erneuerung der Haustechnik, der Anlagen zum Brandschutz sowie die energetische Fassadensanierung. Auf zwei Stationen verteilen sich 26 behindertengerechte Ein- und Zweibettzimmer mit eigenem Bad. Eine weitere Ebene des dreigeschossigen Gebäudes beherbergt Gemeinschaftsbereiche, Therapie- und Pflegediensträume. Es wurde ein Konzept einer indirekten Beleuchtung entwickelt, das das Wohlbefinden der Bewohner sowie die therapeutische Arbeit unterstützen soll, teilt die Klinik mit. Die Flure leuchten in verschiedenen, kräftigen Farben, die auch als Orientierungshilfe dienen sollen.

David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Demografie und Vorsitzender des LKH-Aufsichtsrates, sieht in dieser Maßnahme auch ein Vorankommen bei der Inklusion. "Wir alle wissen, wie wichtig es ist, nach Hause zu kommen und die Tür zu schließen, um sich geborgen zu fühlen." Das können die Bewohner des Hauses nun tun. Der Alltag soll für die Bewohner so gestaltet werden, dass es "nichts mit Hospital zu tun hat", sagte Saage. Sie sollten möglichst selbstständig leben. Daran arbeite ein multiprofessionelles Team, das von ehrenamtlichen Helfern unterstützt werde.

Rhein-Zeitung, 26. Februar 2016

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