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Demenz ist eine Herausforderung

20.01.2017, Medizin Vortrag gibt Angehörigen Tipps

ANDERNACH Aufgrund der immer höheren Lebenserwartung steigt die Anzahl der an Demenz erkrankten Menschen. Dies stellt für die Gesellschaft eine Herausforderung dar, besonders auch für die Hospiz- und Palliativversorgung. Im Rahmen der Vortragsveranstaltungen des Fördervereins Hospizbewegung Andernach-Pellenz und der Stiftung Kirchliche Sozialstation sprach Dr. Marion Bauer-Hermani, Chefärztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, in der Kapelle der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung über die verschiedenen Formen dieser Erkrankung.

In Deutschland gibt es derzeit etwa eine Million Patienten, davon sind rund 70 Prozent Frauen. Für das Jahr 2020 erwartet man laut Prognose weltweit circa 42 Millionen Demenzerkrankungen. Die Krankheit beeinträchtigt zu 90 Prozent das Gehirn und führt zu einer Desorientierung in Zeit und Raum. Die Therapie versucht, den Krankheitsprozess zu verlangsamen. Grundsätzlich sollte die Behandlung den Bedürfnissen des jeweiligen Patienten angepasst werden.

Zur Therapie gehören Blutdruckkontrolle und Medikamente, die den Krankheitsverlauf verlangsamen. Aber auch nichtmedikamentöse Therapien gehören dazu, wie Bewegung, kognitives Training oder Verhaltenstherapien. Verbleibende Fähigkeiten müssen gefördert werden. Diskussionen mit dem Kranken über Fehlverhalten und auch Konfrontationen sollten unterbleiben. Gefühle, Erlebnisfähigkeit und Empfindsamkeit bleiben erhalten. Die zahlreichen Zuhörer verfolgten die Ausführungen interessiert und waren dankbar für die Hinweise beim Umgang mit einem demenzkranken Angehörigen.

Rhein-Zeitung, 20. Januar 2017

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