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Weiterbildungsinhalte

Die vermittelten Weiterbildungsinhalte richten sich weitgehend nach der gültigen Weiterbildungsordnung.

Im Folgenden werden die in den verschiedenen Rotationen vermittelten wichtigsten Inhalte erwähnt, wobei davon ausgegangen werden kann, dass die vorgeschriebenen Inhalte (Theoretisches Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten), die nicht explizit erwähnt werden, in jedem Falle ebenfalls vermittelt werden.

Die Weiterbildung erfolgt im Rahmen einer internen Rotation gemäß des jeweiligen Weiterbildungstandes des Assistenzarztes und setzt sich im Allgemeinen aus folgenden Abschnitten zusammen:

- 2,5 Jahre auf einer Allgemeinen Bettenstation
- 6 Monate auf der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) /Neurologischen Intensivstation
- 6 Monate im Labor für Klinische Neurophysiologie

zusätzlich 6-12 Monate in der Funktionsabteilung CT/Röntgen (CT, Myelographie) zur Erlangung der Fachkunde Computertomographie und Strahlenschutz.
Je nach Weiterbildungsstand und Eignung können diese Fortbildungsabschnitte variieren.

Bettenstationen
Folgende Lernziele bestehen:

- Die Anamnese fundiert und den klinischen Status korrekt  bei Erwachsenen jeglichen Alters, bei bewusstseinsgetrübten und unkooperativen Patienten, bei Patienten mit einfach diagnostizierbaren Krankheitsbildern, seltenen Krankheiten und bei Patienten mit Polymorbidität zu erheben einschließlich biographischer und psychosozialer Zusammenhänge.
- Eine Beurteilung inkl. Differentialdiagnose aus Anamnese und situationsgerechten, klinischen Befunden abzugeben und diagnostische und therapeutische Massnahmen zweckmässig und oekonomisch sinnvoll in die Wege zu leiten
- Interpretation der Resultate von Blut-, Urin-, Liquoruntersuchungen, und neurophysiologischer Zusatzdiagnostik
- Erstellung des kurz- oder langfristigen, patientenorientierten Behandlungsplanes für akute oder chronische Erkrankungen unter gezielter Inanspruchnahme von interdisziplinärer Zusammenarbeit
- Teilnahme an der Betreuung von Patienten der Bettenstation unter der Supervision eines Oberarzte oder Chefarztes
- Aufbau eines Vertrauensverhältnisses mit dem Patienten und seinen Angehörigen
- Erkennen und Behandeln der häufigen Infektions-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Störungen
- Erkennen und Beheben von Mangelernährung
- Kennen der Grundzüge einer enteralen und parenteralen Ernährung
- Rationeller Medikamenteneinsatz und Anpassung der Dosierung von Medikamenten bei Erwachsenen verschiedenen Alters, mit unterschiedlicher Nieren- und Leberfunktion
- Kennen palliativer Massnahmen bei Patienten mit präterminalen und terminalen Krankheiten
- Einbezug medizin-ethischer Aspekte in die Beurteilung
- Erkennen der Symptome einer Depression
- Kenntnisse über die Erfassung asymptomatischer Erkrankungen
- Indikation und Interpretation von neuroradiologischen Untersuchungen (CT/MRT des Schädels und der Wirbelsäule, Myelographien)
- Erstellen von medizinischen Berichten wie Krankengeschichten, ärztlichen Attesten und Arztberichten
- Erkennen der eigenen fachlichen Grenzen
- Kommunikation mit Kollegen anderer Fachrichtungen am Krankenhaus und in der Praxis sowie anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen wie der Krankengymnastik, Logopädie, Neuropsychologie und Ergotherapie einschließlich ihrer Indikationsstellung
- Indikationsstellung und Überwachung neurologischer und physikalischer Behandlungsverfahren
- Indikationstellung soziotherapeutischer Maßnahmen
- Erlernen der Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie
- Erlernen der Grundlagen neurologisch relevanter Schlaf- und Vigilanzstörungen
- Erlernen der Grundlagen der Verhaltensneurologie und der medizinischen Neuropsychologie
- Erlernen der Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung
- Verhaltensneurologische und neuropsychologische Testverfahren (Demtec-Test, Panda-Test, Minimental-Test)
- Neurologische Befunderhebung bei Störungen der höheren Hirnleistungen, z.B. der Selbst- und Defizitwahrnehmungen, der Motivation, des Antriebs, der Kommunikation, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, der räumlichen Fähigkeiten, des Denkens, des Handelns, der Kreativität
- Erstellung von Rehabilitationsplänen, Überwachung und epikritische Bewertung der Anwendung von Rehabilitationsverfahren


Fertigkeiten
- Entnahme von Probenmaterial (sowohl zu diagnostischen als auch therapeutischen Zwecken): Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial aus dem Liquorsystem
- Durchführung von Labortests (Präsenzanalytik): Troponintest, Blutzuckerstix, Blutgasanalysen,Laktat-Ischämie-Test.
- Abklärung kardiovaskulärer Krankheiten mittels EKG
- Durchführung und Befundung von Doppler- und Duplexuntersuchungen unter Supervision des Oberarztes
- Befundung von EEG-Untersuchungen unter Supervision des zuständigen Oberarztes
- Therapiemassnahmen: Injektion intravenös, intramuskulär, subkutan. Legen eines venösen Katheters, einer Infusion, einer Pleuradrainage, einer Magensonde, Blasenkatheterisierung.
- Durchführung einfacher kleinchirurgischer Massnahmen wie Lokalanästhesie, Wundnaht und -pflege, Fadenentfernung
- Beherrschen der Notfallmassnahmen: kardiopulmonale Reanimation, Defibrillation, Notfallhämostase

Schlaganfallstation (Stroke Unit)/Neurologische Intensivstation (inkl. Nachtdienst) (mindestens 6 Monate)
Folgende Lernziele bestehen:

- Erkennen von Notfallsituationen und Einleitung von Sofortmassnahmen beim stationären und ambulanten Patienten mit Schlaganfall, Durchführung der entsprechenden Diagnostik und Therapie inklusive Thrombolyse
- Anamneseerhebung, Diagnostik und Therapie bei notfallmässig zu hospitalisierenden und ambulanten Patienten mit anderen akuten neurologischen Erkrankung
- Beurteilung von Patienten unter Zeitdruck und Einleiten der richtigen Sofortmassnahmen
- Kennen der Notfallmassnahmen bei Herz-Kreislaufstillstand
- Teilnahme an Reanimationen
- Erlernen der Hirntoddiagnostik
- Unter Supervision des diensthabenden Oberarztes und/oder des Leiters der Intensivstation Beurteilen und Behandeln von kritisch-kranken Patienten mit akuten zerebrovaskulären Erkrankungen, hypertensiver Krise, respiratorischer Insuffizienz, Kreislaufinstabilität bei Schock (kardiogener, septischer, hypovolämer inkl. Blutungsschock), Status. Epilepticus, Koma unklarer Aetiologie, Intoxikation inkl. Vergiftung, akute neruomuskuläre Erkrankungen z.B. Myasthene Krise, Guillain-Barré-Syndrom etc.
- Kennen der relevanten kardialen Rhythmusstörungen und deren Therapie
- Kennen der Akutmassnahmen bei schweren metabolischen Störungen sowie Säure-Basen- und Elektrolytentgleisung, Coma diabeticum
- enterale und parenterale Ernährung sowie Flüssigkeits- und Elektrolytersatz beim Kritischkranken
- Kennen der Grundzüge einer maschinellen Beatmung
-  Kennen der Massnahmen bei lebensbedrohlichen Gerinnungsstörungen (Blutung/Thrombose)

Fertigkeiten
- sonographische Untersuchungen und Doppler-/Duplex-Untersuchungen extrakranieller hirnversorgender Gefäße und intrakranieller Gefäße inklusive Rechts-Links-Shunt-Diagnostik, Embolie-Detektion und Sonothrombolyse
- Legen von zentralen venösen Kathetern unter Anleitung des diensthabenden Oberarztes oder des Leitenden Abteilungsarztes
- Legen von intraarteriellen Drucksonden
- Legen von Pleuradrainagen bei Ergüssen, Blutungen oder bei Pneumothorax unter Supervision des diensthabenden Oberarztes.

Labor für Klinische Neurophysiologie (mindestens 6 Monate)
Während der sechsmonatigen Ausbildung soll der Assistenzarzt  neurophysiologische Methoden und Untersuchungstechniken unter Supervision des zuständigen Oberarztes  erlernen.

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:
- Elektroenzephalographie
- Elektromyographie
- Elektroneurographie einschließlich F-Wellenuntersuchung
- Untersuchungstechnik  zur Frage einer neuromuskulären Übertragungsstörung (Serienstimulation, Einzelfaser-EMG)
- Reflexuntersuchungen (z.B. H-Reflex, Blinkreflex, Masseter-Reflex)
- Neurourologische Funktionsdiagnostik (Sphincter-EMG; Bulbocavernosus-Reflex, Pudendus-SEP)
- kortikale und spinale Magnetstimulation
- visuelle, somatosensible, akustisch evozierte Potentiale
- Funktionsdiagnostik des autonomen Nervensystems (z.B Sympathischer Hautreflex, Herzfreqenzanalsyse, Kipptischuntersuchung zur Synkopendiagnostik)
- Funktionsanalysen bei peripheren und zentralen Bewegungsstörungen und Gleichgewichtsstörungen (inklusive Tremorananalyse, Multikanalableitung bei Dystonien)
- neuro-otologische Untersuchungen, z.B. experimentelle Nystagmusprovokation (Elektronystagmographie)
- Ultraschall zur Darstellung der Muskulatur (Muskelsonographie) sowie Sonographie peripherer Nerven  Restharnbestimmung bei neurogenen Blasenstörungen.

Bei entsprechender Qualifikation besteht auf freiwilliger Basis die Möglichkeit zum Erwerb von Kenntnissen in der Einzelfaser-Elektromyographie.

Es besteht die Möglichkeit zur Erlangung der Zertifikate EMG, EEG, Evozierte Potentiale der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN).


Funktionsdiagnostik CT/Röntgen (mindestens 6 Monate)
Folgende Lernziele bestehen:

- Indikationsstellung und Befundung von CT-Untersuchung nativ und ggf. nach Kontrastmittelgabe des Schädels bzw. der Wirbelsäule einschließlich selbstständiger Durchführung
- Zunächst unter Supervision des zuständigen Oberarztes Befundung der CT-Untersuchungen des Schädels  und der Wirbelsäule
- Erwerb der Fachkunde Strahlenschutz Computertomographie
- Indikationsstellung und Interpretation von MRT-Untersuchungen auf neurologischem Fachgebiet
- Indikationsstellung, ggf.  selbstständige Durchführung unter Supervision und Befundung von Myelographien
- Indikationsstellung und Interpretation von Nativ-Röntgenaufnahmen des Schädels und der Wirbelsäule

Interne Weiterbildungsveranstaltungen für Ärzte der Abteilung für Neurolgie und Klinische Neurophysiolgie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach

Obligatorische Veranstaltungen

Diese Veranstaltungen sind für die Assistenten/-innen obligatorisch, die Teilnahme wird dokumentiert.


1. Wöchentliche interne neurologische Fortbildung
Diagnostik und Therapie Neurologischer Erkrankungen/Neurophysiologie
Mittwoch: 14.30 - 15.15 Uhr
50x

2. Neurologisch-Psychiatrische Fallvorstellungen
Spezielle, lehrreiche Fälle werden vorgestellt und gemeinsam diskutiert
In Zusammenarbeit mit den Psychiatrischen Kliniken.

Abteilung für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie
(Chefarzt: Dr. med. Stefan Elsner)
Abteilung für Gerontopsychiatrie
(Chefarzt: Dr. med. Andreas  Korn)
Abteilung für Sucht und Sozialpsychiatrie
(Chefarzt: Dr. med. Peter Hotz)

jeweils erster Dienstag im Monat: 14.00 - 15.00 Uhr
11 x

3. Megacode Training
Reanimations-Kurs für alle Klinikärzte, geleitet externen Megacode-Trainer. ganzer Tag 1 x pro Jahr

4. Strahlenschutzkurse
zur Erlangung der Fachkunde Computertomographie


Fakultative Veranstaltungen
Diese Veranstaltungen müssen nicht obligatorisch besucht werden, außer es wird ein Patient der eigenen Verantwortung besprochen. Der Besuch wird den Assistenten/-innen aufgrund der lehrreichen Inhalte sehr empfohlen.

Interdiziplinäre Fallkonferenz Neurologie/Neuroradiologie/Neurochirurgie/ Neurorehabilitation der Abteilung für Neurologie und Klinische Neurophysiologie (Chefarzt: Dr. C. Bamberg) der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, Neurologischen Klinik des Brüderkrankenhauses (Chefarzt: Prof. Dr. J. Wöhrle) in Koblenz, der Klinik für Neurochirurgie (Chefärzte: Dr. B. Böhm, Dr. H.H. Görge), der Abteilung für  diagnostische und interventionelle Radiologie (Chefarzt: Univ.-Doz. Dr. med. S. Felber) des Stiftungsklinikums Mittelrhein in Koblenz und der Neurologischen Rehabilitationsklinik  in Vallendar.

4 x pro Jahr

Controlling der Internen Weiterbildungsveranstaltungen
Der regelmäßige Besuch der Weiterbildung wird mittels „Logbuch“ kontrolliert. Die Kontrolle der Weiterbildungsbesuche findet anlässlich der Jahresqualifikation statt. Der für die Weiterbildung verantwortliche Oberarzt führt eine Kontrolle/Statistik über die von den Assistenten vorbereiteten Weiterbildungen. Jährlich wird das Weiterbildungskonzept vom Chefarzt evaluiert und Änderungsvorschläge gemacht.

Externe Weiterbildungsveranstaltungen für Ärzte der Abteilung Neurologie und Klinische Neurophysiologie
Die Assistenzärzte haben im Rahmen der Weiterbildung pro Jahr Anrecht auf  3 Weiterbildungstage. Es werden insbesondere Abwesenheiten für Weiterbildungen möglich gemacht. Den Assistenzärzten wird die Teilnahme an externen Veranstaltungen und Kursen bei guten Qualifikationen zum Zwecke der Weiterbildung z.T. vollständig finanziert werden.

Die externen Fortbildungen sind u.a. Ultraschallkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, Kurse zur Neurophysiologischen Diagnostik der DGKN, Strahlenschutzkurse zum Erwerb der Fachkunde Computertomographie.

Der Chefarzt entscheidet jeweils auf Antrag des Oberarztes und unter Berücksichtigung der personellen Ressourcen, ob beantragte Weiterbildungen und Kurse am gewünschten Datum ermöglicht werden können.

Die Assistenten werden jeweils über regionale Fortbildungsveranstaltungen informiert, damit diese während der Freizeit besucht werden können. Allenfalls kann der Assistent um eine solche Veranstaltung zu besuchen nach Rücksprache mit dem zuständigen OA das Haus früher als üblich verlassen.


Lernunterstützende Maßnahmen für Assistenten
Bibliothek: Es existiert eine Ärztebibliothek mit den wichtigsten Lehrbüchern auch aus dem Bereiche der Subspezialitäten. Medizinische Zeitschriften liegen aus (z.B Ärzteblatt, Nervenarzt, Current Opinion in Neurology etc.). Im Sekretariat der Neurologie ist ein Kopierapparat kostenlos verfügbar.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Bibliothek im Dienstzimmer des Chefarztes Neurologie zu nutzen und Bücher zu entleihen.

Der Chefarzt der Klinik stellt den Assistenten bei Bedarf weiterführende Literatur oder Lehrbücher zur Verfügung. Wissenschaftliche Publikationen, die im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten gelesen werden müssen, werden über das Sekretariat des Chefarztes und die Bibliothek organisiert und zur Verfügung gestellt. Internet: Für jeden Assistenten jederzeit verfügbar. Online Lehrbücher: Die Rhein-Mosel-Fachklinik stellt das Lehrbuch Neurologie Compact online im Intranet zur Verfügung

Dokumentation der Weiterbildung
Es liegt in der eigenen Verantwortung des Assistenten seine Weiterbildungsschritte zu dokumentieren und die in der Weiterbildungsordnung geforderten Richtzahlen in den jährlichen Mitarbeitergesprächen vorzulegen . Die Assistenten werden angehalten die Dokumentationen der besuchten Kurse und externen Weiterbildungen aufzubewahren.

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