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Regionale Schlaganfalleinheit / Stroke Unit

Regionale Kompetenz in der Schlaganfallbehandlung bedeutet vor allem auch interdisziplinäre und fachübergreifende Zusammenarbeit, um eine zeitnahe und effiziente Behandlung zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage ist die schnelle und qualifizierte Versorgung von Patientinnen und Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, für die Stadt Andernach und die Region gewährleistet.

Die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach hat sich - ebenso wie das Stiftshospital Andernach - im Rahmen der Kooperation zur Teilnahme an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie zur Teilnahme an der Schlaganfalldatenbank des Landes Rheinland-Pfalz verpflichtet.

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Was ist eine Stroke Unit?

Stroke Units sind Schlaganfall-Spezial-Stationen.

Die Stroke Units werden von speziell geschultem Pflegepersonal sowie einem rund um die Uhr anwesenden Neurologen betrieben, da nur so eine optimale Therapie gewährleistet werden kann. Die technische Ausstattung unterscheidet sich von einer ITS (Intensivstation) lediglich darin, dass für Betten einer Intensivstation eine zusätzliche Möglichkeit der maschinellen Beatmung besteht.

Erleidet ein Patient einen Schlaganfall, so entscheidet bereits der dazugerufene Notarzt über die Einweisung in das nächstgelegene spezialisierte Zentrum, er meldet den Patienten auf der Stroke Unit an, damit das Personal optimal vorbereitet ist und die notwendigen Untersuchungen bereits anmelden kann. Neben einer neurologischen und internistischen Untersuchung werden eine Computertomographie, eine Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Blutgefäße und ein EKG unmittelbar nach Eintreffen des Patienten angefertigt, um die Ursache des Schlaganfalls zu ergründen. Die lebenswichtigen Körperfunktionen (Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung, Körpertemperatur und die Bewusstseinslage) werden kontinuierlich überwacht, so dass Komplikationen früh erkannt werden.

Im weiteren Verlauf können noch weitere Untersuchungen notwendig werden, wie z.B. eine Kernspintomographie, eine Angiographie, eine Herzultraschalluntersuchung oder die Ableitung von EKG und Blutdruck über 24 Stunden.

Bereits am ersten Tag beginnt die Frührehabilitation des Schlaganfalls durch die Beübung durch Krankengymnasten und Logopäden auf der Station.

Was nützt die Behandlung auf einer Stroke Unit?

Die Behandlung auf einer Schlaganfallstation verglichen mit der in einer allgemeinen internistischen Klinik ist sehr effektiv und reduziert die Sterblichkeit um 18-46%, Tod oder Abhängigkeit um 29% und die erforderliche Weiterbehandlung in einem Pflegeheim oder vollständige häusliche Pflege um ca. 25%. Dieser Effekt ist unabhängig von Geschlecht und Alter der Patienten sowie vom Typ des Schlaganfalles.
Quelle: Leitlinie "Akute cerebrale Ischämie" der deutschen Gesellschaft für Neurologie (2003)

Die Ergebnisse sind auch auf Deutschland übertragbar. In einer kürzlich veröffentlichten Vergleichsstudie baden-württembergischer Stroke Units (Deutsches Ärzteblatt 2004; 101: 2011-2018) wurde bestätigt, dass die Langzeitprognose nach Behandlung auf einer Stroke Unit signifikant besser ist.

Empfehlungen in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie

Schlaganfallpatienten sollten in Kliniken aufgenommen werden, die über eine Schlaganfallstation (Stroke Unit) verfügen, wobei hierfür sogar ein weiterer Anfahrtsweg in Kauf genommen werden kann. Dadurch darf die 3-Std.-Frist zur Thrombolyse jedoch nicht überschritten und diese Therapie verhindert werden.

Resultierende Empfehlungen:

  • Schlaganfallpatienten sollten in Schlaganfallstationen behandelt werden (++)
  • Der Schlaganfall ist als medizinischer Notfall anzusehen und erfordert das für Notfälle erforderliche Versorgungs- und Behandlungsnetzwerk sowie öffentliche Aufklärung (+)
  • Bei Auftreten eines Schlaganfalls ist unverzüglich der medizinische Notfalldienst zu verständigen und eine Einweisung in ein qualifiziertes Zentrum zu veranlassen (+)
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Regionale Schlaganfalleinheit

Tel.: 02632 407-15888

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