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Motivationsprogramm Station Haus am Rennweg 3

Zielgruppe
Alkohol- und/oder medikamentenabhängige (Sedativa oder Hypnotika gemäß ICD 10) Patientinnen/Patienten. Eine Aufnahme in das Motivationsprogramm (MoP) kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

Die Patientin/der Patient ist bereit, sich für einen Zeitraum von 14 Tagen (in Ausnahmefällen drei Wochen) darauf einzulassen, die Bedeutung des Suchtmittels auf ihre aktuelle Lebensplanung, ihre abhängige Verhaltensweisen sowie die mit der Suchterkrankung in Zusammenhang stehenden Lebensumstände zu erkennen, anzusprechen und zu überprüfen. Das Ziel ist, eine Entscheidung zu treffen, ob in Zukunft ein Leben mit oder ohne Suchtmittel angestrebt wird.

Die meisten Patientinnen/Patienten, die auf unseren Entzugsstationen aufgenommen werden, bekunden ihre Absicht auf ein Leben ohne Suchtmittel. Diese kognitive Entscheidung und sozial erwünschte Aussage lässt häufig die emotionale Bedürfnislage, die lebensgeschichtlichen Einflussfaktoren sowie erwünschte Effekte eines Konsums außer Acht. Eine echte, individuelle Entscheidung für oder gegen das Fortsetzen des Konsums ist erst möglich, wenn das gesamte Bedingungsgefüge mit einbezogen wird.

Teilnehmen können Abhängigkeitserkrankte, die
- über eine ausreichende Belastungsfähigkeit verfügen, was bedeutet, dass in aller Regel auf die Gabe von Psychopharmaka verzichtet werden kann
- sich freiwillig zur Behandlung entschließen und
- echten Willen zur Standortbestimmung, vor dem Hintergrund des persönlichen Leidensdrucks, erkennen lassen.
In das MoP werden keine Patientinnen oder Patienten aufgenommen mit
- wesentlichen hirnorganischen Beeinträchtigungen
- Konsum von illegalisierten Suchtmitteln, mit Ausnahme von Cannabis im Beigebrauch
- im Vordergrund stehender schwerer behandlungsbedürftiger somatischer Erkrankung
- psychotischer Symptomatik
- festgelegten, über eine Standortbestimmung hinausgehenden, Behandlungszielen
- erkennbarem primär vermeidendem Entscheidungsmotiv

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Kontakt:
Sabine Link
Dipl.-Soz.-Arb./Päd. (FH)
Tel.: 02632 407-15342
E-mail: s.link@
rmf.landeskrankenhaus.de