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Die Angebote der stationsübergreifenden Therapien

Training emotionaler Kompetenzen (TEK)
Die Fähigkeit, konstruktiv mit verschiedenen belastenden Gefühlen umgehen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung für eine angemessene Auseinandersetzung mit der Umwelt. Beeinträchtigungen dieser Fähigkeit stellen ein bedeutsames Risiko für die Entwicklung und Chronifizierung psychischer Probleme und Störungen dar.

Das TEK-Training bietet die Möglichkeit, die eigenen emotionalen Kompetenzen systematisch zu erfassen, sie zu akzeptieren und positiv zu beeinflussen. Das Training wird fortlaufend jeweils für eine Gruppe von maximal zehn Patienten angeboten und besteht aus acht Terminen innerhalb von drei Wochen.


Euthymie (Genusstraining)
Euthymie ist die Bezeichnung für eine ausgeglichene Stimmung und meint den Zustand eines möglichst stabilen inneren Gleichgewichts. Wer mit gutem Gewissen genießt, lebt zufriedener und ändert sich leichter. Unbewusste Genussverbote und Stress versperren jedoch allzu oft den Zugang zu genussvollen Emotionen. Genießen kann man aber lernen – und immer gut gebrauchen.

Das Euthymie-Training dient der Entwicklung einer genussfreundlichen Einstellung mit bewusster Nutzung aller Sinne - Hören, Sehen, Tasten, Riechen, Schmecken. Das Training wird fortlaufend jeweils für eine Gruppe von maximal zwölf Patienten angeboten und besteht aus sechs Terminen innerhalb von zwei Wochen.


Ressourcentraining
Jeder Mensch verfügt über eine Vielzahl von persönlichen Ressourcen, die wieder neu aufgenommen und gestärkt werden können. Das Training zielt darauf ab, Patienten dabei zu unterstützen, diese persönlichen Ressourcen bei sich zu entdecken und zu nutzen.

Die Aktivierung dieser oftmals verborgenen Fähigkeiten hilft, den persönlichen Handlungsspielraum zu erweitern und damit selbstbestimmt den individuellen Lebensweg zu finden. Das Training wird fortlaufend jeweils für eine Gruppe von maximal sechs Patienten angeboten und besteht aus vier Terminen innerhalb von zwei Wochen.


Entspannungstraining
Alltagstaugliche Entspannungsmethoden sind effektiv und leicht erlernbar. Durch die systematische Schulung der Achtsamkeit wird die Fähigkeit gestärkt, eigenverantwortlich zu mehr innerer Ruhe sowie seelischer und körperlicher Ausgeglichenheit zu gelangen.


Foto AG
Fotografie kann ein Ventil sein, Dinge auszudrücken, zu denen die Worte fehlen. Fotografie fördert die Konzentrationsfähigkeit, die emotionalen Kompetenzen und steigert das Selbstwertgefühl.

In der Foto AG können die Teilnehmer mit zur Verfügung gestellten Kameras auf dem Klinikgelände und in der näheren Umgebung fotografieren und ihre Bilder im Anschluss am PC bearbeiten. Da fotografische Aktivitäten immer auch witterungsabhängig sind werden die Termine individuell vereinbart.


Literaturkreis
Durch das Medium Literatur wird die Auseinandersetzung mit dem Denken, Fühlen und Wahrnehmen als leichter empfunden. In ruhiger und angenehmer Atmosphäre gelingt es den Teilnehmern, Problemlösungsperspektiven zu entwickeln.

Die Texte sind fokussiert auf Mobilisierungs-, Kommunikations-  und Vermittlungsfunktionen, es eröffnen sich Themen in Bezug auf Gemeinschaftsbildung, allgemeine Lebenskompetenz und persönliche Entwicklung.

Kognitive Fähigkeiten, Konzentration der Patienten können unter Berücksichtigung der aktuellen Belastbarkeit überprüft und gefördert werden.

Nach dem gemeinsamen Vorlesen der Kurzgeschichte kann der sich anschließende Austausch innerhalb der Gruppe als unterstützend und bereichernd erlebt werden.

Der Literaturkreis wird einmal wöchentlich auf einer offenen psychiatrischen Station für maximal acht Patienten angeboten.


Infogruppe Sucht
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Was Sie schon immer über Sucht wissen wollten…" - hier erhalten die Teilnehmer Informationen über auslösende Faktoren und Möglichkeiten der Suchtentwicklung. Jeder kann ein besseres Verständnis für seine Erkrankung entwickeln und erfährt Wissenswertes über Entzugsbehandlung, Wirkungsweise von Suchtmitteln, Folgen der Erkrankung und Zugang zu weiteren Hilfsangeboten.


Rückfallprophylaxe Sucht
Rückfälle gehören zur Abhängigkeitserkrankung. In interaktiven Gruppensitzungen werden Wege aus der Sucht anhand des Phasenmodells nach Prochaska vorgestellt und neue Denkweisen und Haltungen bzgl. eines Rückfallerlebens thematisiert. Weitere Schwerpunkte sind das Erlernen von Strategien im Umgang mit Suchtdruck, das Erkennen von Risikofaktoren sowie damit zusammenhängender Schutzmaßnahmen.


Frauengruppe Sucht
Frauen geraten anders in Sucht als Männer. In der Gruppe für abhängigkeitskranke Frauen lassen sich frauenspezifische Themen ansprechen, die in gemischten Gruppen nicht thematisiert werden können oder zu kurz kommen.


Andernacher Trialog
Trialog nennt man den Erfahrungsaustausch zwischen psychisch erkrankten Menschen, Angehörigen und Beschäftigten psychiatrischer Einrichtungen mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis für die Anliegen und Probleme untereinander zu erweitern und damit den Umgang miteinander zu erleichtern.

Der Andernacher Trialog ist jeden dritten Donnerstag im Monat von 18 bis 19.30 Uhr in der Andernacher Tagesstätte, Güntherstr. 10. Die Einladung zu dieser Veranstaltungsreihe richtet sich an Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer. Eingeladen sind alle, die neugierig sind, die Fragen stellen, die über ihre Situation berichten oder einfach nur zuhören möchten.

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