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Zur NS-"Euthanasie" im Rheinland

Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie" und Zwangssterilisation (Hrsg.)

".... wir waren samt und sonders gegen die Durchführung der Euthanasie-Aktion."

Verlag Klemm & Oelschläger 2009, 271 Seiten, 18,- €
ISBN 978-3-932577-54-3

Im Mittelpunkt der Publikation steht die ehemalige "Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Andernach", die im Rahmen der nationalsozialistischen "Euthanasie"- Aktionen unter anderem die Rolle einer sogenannten "Zwischenanstalt" der "Aktion T 4" besaß. In dieser Funktion hatte sie vorübergehend die Patienten aus den südlichen Anstalten des Rheinlandes aufzunehmen, welche dann vorwiegend in die Tötungsanstalt Hadamar (weiter-) verlegt wurden.

Das Geschehen am Mittelrhein war jedoch nur ein Teil der rheinischen Geschichte von "Euthanasie" und Zwangssterilisation, weshalb auch andere Ereignisse aus dieser Region ihren Raum in diesem Band bekommen: So werden neben einem Gesamtüberblick zu den Vorgängen im Rheinland das Schicksal der sogenannten "Rheinlandbastarde" geschildert und das Schicksal von Patienten der Bergischen Diakonie Aprath aufgezeichnet.

Zu den Vorkommnissen in der Zeit des Nationalsozialismus gehört auch die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur nach 1945. Hierzu nehmen zwei Beiträge Stellung, die sich u.a. mit den Diskussionen und der Errichtung des Mahnmals in Andernach auseinandersetzen. Rahmenbeiträge zum Sozialdarwinismus und der Biologisierung des Menschen in der Medizin, der Erbgerichtsbarkeit und NS-"Euthanasie" aus rechtshistorischer Sicht sowie der heutigen Sterbehilfediskussion ergänzen diesen Band der "Berichte des Arbeitskreises".

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